Der Alfa Romeo Stelvio in Berlin und Brandenburg

Im März 2017 stellte die italienische Sportmarke von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) den ersten SUV vor. Besonders in diesem Segment sind die Wettbewerber wie Porsche Macan, Audi Q5 oder BMW X3 zu Hause. Zwei Jahre nach meiner ersten Testfahrt in den italienischen Alpen (wir berichteten) wollte ich den Stelvio in Berlin testen. Hier mein Bericht.

Was der Käufer wissen sollte

Das Testfahrzeug „Alfa Romeo Stelvio“ kostet in der Basisausstattung 51.500 Euro. Kommen wie im Testfahrzeug noch Sonderausstattungen wie Metallic-Lackierung (930 Euro), Hi-Fi Audiosystem Sound Theatre by HARMAN mit 13 Lautsprechern und Innenraumbeleuchtung (1.250 Euro), Alfa Active Suspension (1.400 Euro), Veloce Interieur-Paket (3.000 Euro), Alfa Connect 3D Nav 8.8 Zoll mit Rotary-Pad Bluetooth und Appl CarPlay/Android Auto (2.850 Euro) Assistenz-Paket (800 Euro), Anhängervorrichtung abnehmbar (600 Euro) sowie 20 Zoll Leichtmetallfelgen TROFEO (1.800 Euro) hinzu, liegt der Endpreis bei 64.130 Euro.

Der Alltag im Testfahrzeug

Der Alfa Romeo Stelvio 2.0 Turbo 16V 206 kW (280 PS) AT8-Q4 Super, so die korrekte Fahrzeugbezeichnung, befindet sich genau in der Mitte der angebotenen Benzinmotoren. Insgesamt kann der Stelvio mit 2.0 Turbo 16V mit 200 PS, 280 PS und 510 PS sowie mit zwei Dieselmotoren 2.2 Diesel 16V mit 160 PS und 190 PS bestellt werden. Im Rahmen der Dieselhysterie und den geistigen Angriffen auf die SUV´s, egal welcher Marke, finde ich SUV´s für Fahrerinnen und Fahrer im Straßenverkehr übersichtlich und sicher.

Der Fünftürer ist 4,68 Meter lang, 1,67 Meter hoch und 2,16 Meter breit. Mit einem Leergewicht von 1.735 Kilogramm ist der SUV kein Schwergewicht. Durch die leicht abfallende Heckpartie mit einem Spoiler an der Dachkante wirkt der Stelvio so dynamisch wie eine Mittelklasse-Limousine.

Einsteigen und auf den Sportsitzen Platz nehmen. Der Innenraum ist komfortabel ausgestattet und durch den TFT-Farbbildschirm bekomme ich alle Fahrzeuginformationen zentral übermittelt. Bereits die Serienausstattung mit automatischer Notbremsfunktion bis zur elektrischen Heckklappe ist umfangreich. Der Alfa Romeo Stelvio ist mit dem serienmäßig an Bord befindlichen Allradantrieb (Alfa-Q4) für den Stadtverkehr genauso gut geeignet wie für Autobahnen, Wald- und Feldwege. Durch meine hohe Sitzposition habe ich als Fahrer alle Straßenverhältnisse gut im Blick und auch die Rückfahrkamera hilft beim problemlosen Ausparken.

Stadtfahrten und Fahrten über Land sind mit dem Stelvio durch das Achtstufen-Automatikgetriebe angenehm. Der Fahrzeugführer kann durch die Alfa Fahrdynamikregelung „d“-„n“-„a“ (d=sportlich, n=komfortabel, a=kraftstoffsparend) sein persönliches Fahrverhalten anpassen. Einkäufe lassen sich mit einem Kofferraumvolumen von 525 bis 1.600 Litern und einer niedrigen Ladekante gut bewältigen. Den vom Hersteller angezeigten Durchschnittsverbrauch von 8.0 Liter Benzin habe ich durch mein Fahrverhalten mit 11,9 Litern nicht annähernd erreicht.

Fazit

Der Alfa Romeo Stelvio ist ein italienisches Komfortfahrzeug, das für Fahrspaß auch außerhalb der Autobahn zur Verfügung steht. Mit seinen Sicherheits- und Komfortsystemen kann er im Wettbewerbsumfeld bei den SUV´s punkten. Nach meiner Auffassung steht der Stelvio mit seinem Testfahrzeugpreis von 64.130 Euro nur für eine bestimmte Zielgruppen oder Liebhaber italienischer Produkte zur Auswahl.

von RR