Mit dem neuen Audi A7 Sportback mild unterwegs

Es geht eine Umwelthysterie durchs Land, verteufelt werden Diesel- und Benzinmotoren wegen der hohen CO2 Abgaswerte. Dabei gibt es genügend technische Lösungen der Autoindustrie, um beiden Seiten (Käufern und Umweltaktivisten) gerecht zu werden. So stehen auf dem Automarkt Fahrzeuge mit Hybridantrieb (Hybrid, Plug-in Hybrid und Mild Hybrid) zu Auswahl.

Der Audi A7 Sportback verfügt über einen Mild-Hybrid Antrieb. Der einzige Unterschied zum Plug-in Hybrid ist, dass man nicht elektrisch fahren kann. Der Elektroantrieb dient als „boost“-Funktion zum Beschleunigen des Verbrennungsmotors. Das wollte ich mit der zweiten Generation Audi A7 Sportback selbst erfahren. Hier mein Bericht:

Ausstattung des Testfahrzeuges

Mein Testfahrzeug, ein Audi A7 Sportback 45 TFSI quattro 180 kW (245 PS) S tronic, hat bereits eine gute Serienausstattung zum Preis von 51.680,67 Euro (netto). Durch die vielen Sonderausstattungen wie z.B.: Head-up Display, Nachtsichtassistent, Individualkontursitz, MMI Navigation plus mit MMI Touch response inkl. Audi virtual cockpit, HD Matrix LED-Scheinwerfer mit Audi Laserlicht, Assistenzpaket Tour, Sitzbelüftung mit Massagefunktion vorne, Dynamik-Allradlenkung, Reifendruck-Kontrollsystem und Bang&Olufsen Premium Sound System mit 3D Klang, steigt der Preis auf 80.369,77 Euro (netto) plus 15.270,26 Euro Mehrwertsteuer auf 95.640,03 Euro (brutto).

Der Alltag

Das viertürige Coupé steckt voller Innovationen und setzt bereits durch sein auffälliges Design Zeichen in der Oberklasse. Der Audi A7 Sportback misst 4,97 Meter in der Länge, 2,93 Meter im Radstand, 1,91 Meter in der Breite und 1,42 Meter in der Höhe. Besonders der Singleframe-Grill ist breit und tief und mit den seitlichen Lufteinlässen in der Frontschürze wird der sportliche Charakter des Gran Turismo stark betont. Am Heck dominiert eine durchgehende Lichtleiste, deren äußeres Schlusslicht aus jeweils 13 Segmenten besteht. Bereits beim Öffnen und Schließen werden die dynamischen Licht-Animationen in den Scheinwerfern und Heckleuchten in Szene gesetzt. Der Audi A7 Sportback mit seinen HD Matrix LED-Scheinwerfern ist in puncto Ausleuchtung eine tolle technische Meisterleistung, besonders auf Autobahnen und Landstraßen.

Der Innenraum ist Luxus pur. Sitze aus Valcona Leder, digitale Anzeigen, Sprachsteuerung beim Navigationssystem, Sportlederlenkrad mit Multifunktion und Schaltwippen werden ergänzt durch Interieurelemente oben und unten in Leder sowie Dekoreinlagen aus graubraun naturell Eschenmaser Holz. Erstaunlich beim A7 Sportback (Coupé) ist der große Kofferraum (535 Liter Grundmaß). Bei umgeklappten Fondlehnen wird er auf 1.390 Liter erweitert.

Platz nehmen, Startknopf drücken und den 245 PS starken Motor starten. Das 48-Volt-Bordnetz mit der Mild-Hybrid-Technologie (MHEV) steht sofort zu Verfügung, um in 6,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h (Werksangabe) zu beschleunigen. Bei 250 Km/h (abgeregelt) erreicht der Audi A7 jedoch seine Höchstgeschwindigkeit. Ein integrierter Spoiler öffnet sich automatisch bei einer Geschwindigkeit ab 120 km/h und lässt den Audi A7 wie auf Schienen fahren.

Wer kennt das nicht, der Motor ist im Start/Stop Modus und die Ampel schaltet auf grün, der Fahrer will sofort losfahren, nur der Motor braucht noch etwas Zeit. Beim Mild-Hybrid unterstützt der E-Motor und stellt sofort die volle Motorleistung zur Verfügung und ab geht es bei grün.

Bis zu 39 Fahrassistenzsysteme, neuartige Sensoren und Laserscanner, Frontkamera, Umgebungskameras und Ultraschallsensoren sind im Audi A7 Sportback eingebaut und unterstützten mich beim selbständigen Einparken bzw. gefahrlosen Ausparken aus einer unübersichtlichen Ausfahrt.

Das virtual cockpit und das Head-up-Display sind hervorragende technische Features, die nach meiner Meinung dem Fahrer beim Fahren helfen. Die MMI Navigation mit seiner LTE-Geschwindigkeit berechnet in Sekunden die gesamte Verkehrslage auf der angezeigten Route und bietet während der Fahrt beim Stau Ersatzrouten an. Bei meiner letzten Fahrt hatte ich jedoch den Eindruck, diese Routenvorschläge bekomme nicht nur ich und so waren die Ersatzrouten genauso voll wie die Autobahn. Sehr gut funktioniert die Spracherkennung bei der Suche nach Restaurants oder Raststätten.

Durch die Fahrassistenzsysteme, die Dynamik-Allradlenkung und das Fahrwerk mit adaptiver Dämpferregelung hatte ich immer ein sicheres Gefühl, auch bei stürmischem und sintflutartigem Regenwetter. Der 245 PS starke Benzinmotor schnurrte und ließ mich auch bei Überholmanöver nicht im Stich. Nur den Verbrauch von 6,8 Litern kombiniert (Werksangabe) erreichte ich nicht. Meine Verbrauchsanzeige blieb bei 8,9 Litern stehen und das bei einem Leergewicht von 1750 Kilogramm, ein bis zwei Insassen und kaum Gepäck.

Fazit

Der Audi A7 Sportback ist ein besonderes Fahrzeug mit seinem Motorsystem, seinen Ausleuchtungen und zahlreichen Assistenzsystemen. Bei längeren Fahrten ist der Sportback bequem und Fahrer und Beifahrer werden durch die Massagefunktionen positiv beeinflusst. Ein tolles luxuriöses Fahrzeug, nur durch seinen Preis wird er nicht jedem Käufer zur Verfügung stehen.

von RR