Der Beginn einer neuen Produktoffensive: VW T-Roc R

Volkswagen muss keiner verstehen. Auf der einen Seite die Elektro-Offensive und auf der anderen Seite der Start einer neuen Produktoffensive der hauseigenen R-Sportabteilung. Aber über Volkswagen wird geredet, diskutiert über Sinn und Unsinn von SUV´s auf deutschen Autobahnen und dichtem Großstadtverkehr. Ob das einer der Gründe war, den neuen T-Roc R, ein echter Sportwagen aus dem Hause Volkswagen, rund um Nizza zu präsentieren? Egal, das Wetter war prima, die Landschaft mit steilen und kurvigen Straßen bot ideale Bedingungen für die ersten Testfahrten, ohne in Frankreich zu erwartende Gegendemonstrationen.

Jost Capito, Geschäftsführer Volkswagen R GmbH, stellte vor den ersten Fahrten das Fahrzeug vor. Die Rennqualitäten eines alltagstauglichen Fahrzeuges und die Übernahme einiger Elemente aus dem Golf R standen neben den Ingenieurleistungen im Mittelpunkt. Jost Capito bezeichnete den T-Roc R als Landstraßenräuber mit hervorragenden sportlichen und alltagstauglichen Qualitäten.

Meine erste Fahrt mit dem T-Roc R führte mich durch felsige Gipfel, blühende Landschaften mit traumhaften Aussichten in Richtung Französische Riviera. Der 300 PS starke Ottobenziner mit Abgasturbolader und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kann satte 250 km/h Spitzengeschwindigkeit erreichen.

Der 4,23 Meter lange, 1,82 Meter breite und 1,57 Meter hohe SUV bietet im Innenraum viel Platz. Die hohe Sitzposition bietet mir eine gute Sicht und mit dem Sportlederlenkrad mit Multifunktionstasten und Schaltwippen ein sicheres Handling auf der Straße. Im Mittelpunkt steht das große 8-Zoll-TFT-mit Touchscreen-Funktion. Auf Wunsch kann das Navigationssystem „Discover Media“ bestellt werden. Mobiltelefone können per Bluetooth gekoppelt werden. App Connect integriert drei Schnittstellen zur Anbindung von MirrorLink, AndroidAuto und AppleCarPlay. Serienmäßig an Bord ist beim T-Roc R die 4MOTION Active Control mit Fahrprofilauswahl. Neben Comfort, Normal, Sport, Eco und Individual steht beim T-Roc R zusätzlich der Race Modus zur Verfügung. Also wieder Startknopf drücken und weiter gehts. Launch Control sorgt bei jedem Start (serienmäßig an Bord), dass der T-Roc R mit optimaler Raddrehzahl unter maximaler Ausnutzung des Antriebsmoments und entsprechender Fahrstabilitätsregelung schnellstmöglich beschleunigt. Der Race Modus steht für Leistungsentfaltung und Fahrdynamik. Dazu wurde das ESP und das DSG für den T-Roc R speziell angepasst. So bleibt der T-Roc R auch mit dem Sportfahrwerk bei Fahrten in engen Kurven und zügigen Fahrten immer in der Spur.

Meine Lieblingsfarbe ist „Energetic Orange Metallic“, obwohl die spezielle R- Farbe von Volkswagen „Lapiz Blue Metallic“ ist. „Energetic Orange Metallic“ ist bereits sehr auffällig, kommen dann noch das R-Line Exterieur Paket wie Stoßfänger im R Styling, Lufteinlässe mit Lamellen in Schwarz sowie das R Logo im schwarzen Kühlergrill und auf der Heckklappe hinzu, entsteht die unverwechselbare sportliche Optik. Das Tagfahrlicht befindet sich senkrecht im Frontstoßfänger und die LED-Rückleuchten sind R typisch dunkelrot verglast. Die optionale R-Performance-Titanabgasanlage von Abgasanlagen-Spezialist Akrapovič besitzt einen markanten Sound, ein eigenes Endrohrdesign und ist dazu noch sieben Kilogramm leichter als eine normale Abgasanlage. Eine besondere Herausforderung hatten die Designer beim Heckdiffusor, weil trotz Sportlichkeit eine Anhängerkupplung (Alltagstauglichkeit) für 1,9 Tonnen verfügbar sein sollte.

Der Freizeitsportler soll nicht nur ein Renngefühl auf normaler Straße vermitteln, sondern auch im Alltag punkten. So haben sich die VW Ingenieure neben zahlreichen Assistenzsystemen, Sonderausstattungen und exklusiven Gestaltungsmöglichkeiten ein Höchstmaß an Komfort für die Alltagsausstattung zum Ziel gesetzt. Schubladen für Stauraum, asymmetrische Rücksitzlehne, ein Kofferraumvolumen von 392 bis maximal 1.237 Litern und eine Dachlast von 75 Kilogramm. Alles hat jedoch seinen Preis. In der Basisausstattung liegt der Preis bei 43.995 Euro und kommen einige wünschenswerte Sonderausstattungen hinzu, liegt der Endpreis schnell über 50.000 Euro. Wer schnell unterwegs und ein Landstraßenräuber sein möchte, der benötigt halt ein wenig mehr als nur das notwendige Kleingeld.

von RR