Mit dem VW T-Roc Sport unterwegs

Der Kompakt-SUV wurde im Oktober 2017 mit sechs Turbomotoren in drei Leistungsstufen als Front- und Allradantrieb vorgestellt. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Diess sagte: „Mit seiner Funktionalität, Fahrdynamik und Technologie verkörpert der T-Roc alle guten Volkswagen Qualitäten; unsere SUV-Offensive gewinnt durch ihn weiter an Dynamik.“ (Pressemitteilung von Oktober 2017 Lissabon). Der VW T-Roc, so die allgemeine Meinung, ist ein Fahrzeug, das in der urbanen Welt genauso zu Hause ist wie auf Langstrecken. Das wollte ich im urbanen Berlin selbst testen.

Ausstattung des Testfahrzeuges

Der T-Roc 2.0 I TDI SCR 110 kW (150 PS) ist mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG ausgestattet. Der Basispreis von 30.855 Euro wurde im Testwagen durch die zahlreichen Sonderausstattungen auf 44.510 Euro erhöht. Neben einer guten Serienausstattung sind im Testfahrzeug folgende Sonderausstattungen an Bord: Fahrerassistenzpaket „Plus“, adaptive Fahrwerksregelung DCC, elektrische Gepäckraumklappe, Navigationssystem mit Rückfahrkamera, Parkassistent „Park Assist“ inklusive Einparkhilfe, Soundsystem „beats“, Sitzkomfort-Paket u.s.w.

Der Alltag

Der VW T-Roc mit seinen Maßen 4234 mm Länge, 1819 mm Breite, 1573 mm Höhe und 2590 mm Radstand zählt zu den Crossover-Modellen (Unterklasse der Komfort-Geländewagen). Der T-Roc in Indiumgrau Metallic Schwarz (die Farbe kostet 1.100 Euro) fiel durch seine breite Kühlergrilleinheit mit den integrierten Doppelscheinwerfern in LED-Technologie auf. Die Heckpartie wurde durch die Auspuffrohr-Blenden in Chromoptik sowie die LED-Rückleuchten in 3D-Design hervorgehoben.

Der T-Roc bietet Platz für fünf Personen und wie beim SUV üblich, sitzen alle einige Millimeter (vorn 572 mm und hinten 618 mm) erhöht zur Fahrbahn. Der Fahrer sucht vergebens nach einer elektrischen Sitzverstellung bzw. anderen Komfort-Möglichkeiten, obwohl ein Sitzkomfort-Paket für 190 Euro vorhanden sein soll. Alles Handbetrieb. Prima dagegen war die elektrische Kofferraumklappe zum Be-und Entladen. Der Kofferraum kann von 445 Litern auf 1.290 Litern vergrößert werden, was eine Beladung eines Golfbags in Längsrichtung ermöglicht.

Meine Fahrten führten mich über Landstraßen, Autobahnen und besonders durch das quirlige Berlin. Man fragt sich schon, ob einige Verkehrsteilnehmer ohne Führerschein unterwegs sind oder ob bereits in den Morgenstunden unter Alkohol gefahren wird. Gut, dass für Notfälle serienmäßig ein City-Notbremsassistent an Bord ist.

Der 2.0 TDI mit 150 PS beschleunigt mit DSG in 8,4 Sekunden auf 100 Km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h (Werksangabe). Sein Verbrauch wurde mit 5,1 Liter Dieselkraftstoff angegeben. Mein Verbrauch lag, ohne durch die Stadt zu rasen, bei 6,8 Liter.

Für mich war das Fahren mit der völlig neuen digitalen Instrumententafel und hochauflösender Grafik angenehm. Alle Informationen und Schaltfunktionen sind für den Fahrer übersichtlich angeordnet und gut zu erreichen. Ich hatte das Gefühl, ich sitze in einem digitalen und interaktiven Cockpit. Der T-Roc war konsequent vernetzt. Das Active Info Display und Infotainment wurde so zugeschnitten, dass via Smartphone und Volkswagen Car-Net mit seinen Apps zahlreiche mobile Online-Dienste möglich sind. Zum Beispiel kann man einen aktuellen Wetterdienst, eine Hotel- und Restaurantauskunft oder auch einen Notruf-Service nutzen. Wer das braucht, alles kostet!

Früher wurde uns Journalisten mitgeteilt, dass die Produktion neuer Fahrzeuge auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) erfolgt, um Kosten zu sparen. Auf dieser Basis wird der VW T-Roc in Setúbal (Portugal) gebaut. Warum der T-Roc mit Dieselmotor und Frontantrieb 44.510 Euro kostet, bleibt für mich persönlich ein Rätsel. Ist der T-Roc doch zwei Zentimeter kleiner als der Golf VII.

Meine Gesamteinschätzung der Fahrten mit dem T-Roc in Berlin und Brandenburg sind nach den Lobeshymnen von Volkswagen enttäuschend. Vielleicht sind das nur meine persönlichen Eindrücke bei meinen Testfahrten gewesen!

von RR