„N-DNA“ steht bei Hyundai für Fahrspaß

Hyundai entwickelt seine Markenpräsentation neu und seitdem Peter Schreyer Head of Design der Hyundai Motor Group ist, fährt Hyundai einen Designpreis nach dem anderen ein. Was früher für Schreyer die Veränderung der Marke im Design war, ist es heute, die Marke zum Erlebnis zu machen und so wurde die „N-DNA“ kontinuierlich weiter entwickelt.

Der Buchstabe „N“ steht für maximalen Fahrspaß. Hyundai hat die N-Modelle auf der Nordschleife (Nürburgring), im Entwicklungszentrum Namyang (Südkorea) und von Rallye-Werkspiloten testen lassen. Somit kommen die Fahrzeuge mit dem „N“ aus dem Rallyesport. Sie bringen Fahrspaß mit hohen Sicherheitsanforderungen von Hyundai auf Straßen und Autobahnen.

Till Wartenberg, Direktor Marketing & Presse, erklärte bei der Fahrpräsentation nicht nur die aktuellen Wirtschaftszahlen von Hyundai Motor Deutschland, sondern auch voller Stolz die Bedeutung der „N-DNA“ des koreanischen Autoherstellers mit den Worten: „Fahrzeuge kann man beschreiben, den Hyundai ‘N‘ muss man erleben“.

Mein erster Fahreindruck vom Hyundai i30 N:

Die Auswahl an Testfahrzeugen war wie immer groß. Ich bevorzugte den i30 N für meine ersten Runden.

Der Hyundai i30 N mit einem 2.0 T-GDI (Ottomotor) in der Ausstattung Performance mit 6-Gang-Getriebe kostet in der Grundausstattung 33.100 Euro. Zusatzkosten wie: Panorama-Glas-Schiebedach 1.100 Euro, Komfort-Paket 1.700 Euro oder Navigations-Paket 600 Euro sowie einzelne Aufschläge für die Farbauswahl zwischen 250 und 590 Euro kommen nach Bedarf noch hinzu. Positiv ist, dass zahlreiche Assistenzsysteme, Sicherheits- und Technikausstattungen bereits in der Grundausstattung vorhanden sind.

Immer noch steht das Design an erster Stelle, so auch bei mir. Bevor ich losfahre, sehe ich mir den Hyundai i30 N von außen an. Optisch ist der i30 N mit seinen Abmaßen (4,34 Meter Länge, 1,79 Meter Breite und 1,45 Meter Höhe) ein Fahrzeug der Kompaktklasse. Besonders die Front des i30 N fällt durch den Kaskaden-Kühlergrill auf. Die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht, die doppelten Endrohre der Abgasanlage, die Bremsleuchte im Heckspoiler (Triangelform), die rot eingefärbten Bremssättel und die 19-Zoll Hochleistungsreifen weisen auf einen Sportler hin.

Durch den 2.65 Meter langen Radstand besitzen die Gäste auf den Rücksitzen viel Beinfreiheit. Die Sportsitze mit verstellbaren Oberschenkelauflagen passen wie ein Maßanzug und bieten wie beim Rennsport optimalen Seitenhalt. Die Instrumente sind für den Fahrer übersichtlich gestaltet. Der Innenraum wurde dem sportlichen Charakter angepasst. Schwarzer Dachhimmel, N-Lenkrad mit separatem Schalter für die Aktivierung des N Modus, Sportpedalen mit Metallbeschichtung und die blauen Ziernähte an Sitzen und Lenkrad verstärken den Eindruck.

Platz nehmen, den Startknopf drücken (schlüsselloses System) und die Instrumente mit eigener Skalierung im Blick haben. Über den Bordcomputer mit LED-Schaltanzeige bekomme ich für die Fahrt alle notwendigen Informationen. Android Auto und Apple CarPlay bieten die Möglichkeit, ein Smartphone einzubinden. Während der Fahrt konnte ich aus fünf Programmen meinen Fahrstil festlegen: Eco, Normal, Sport und N sowie eine frei programmierbare Einstellung. Mit dem N Grin Control System lassen sich über zwei Tasten am Lenkrad oder dem Touchscreen-Monitor die Wirkungsweise und Charakteristik zahlreicher Komponenten beeinflussen, z.B. die adaptiven Stoßdämpfer, die Lenkung, diverse Parameter des Motors, die elektronische Stabilitätskontrolle und die Zwischengas-Funktion Rev Matching. Aber diese Tests hebe ich mir für längere Testfahrten auf.

Die sportlichen Tugenden werden beim i30 N auch im Bereich Sicherheit groß geschrieben. Zahlreiche Assistenzsysteme, City-Notbremsfunktion, aktiver Spurhalteassistent sowie Fernlichtassistent, Rückfahrkamera, Start-/Stopp System gehören bereits zur Serienausstattung.

Das Herzstück ist der Motor. Der 2,0 Liter-Benzindirekteinspritzer der Theta-Motorbaureihe (im Rennsport seit 2016 getestet) stellt eine Leistung von 202 kW/275 PS zur Verfügung. Der Hyundai i30 N reagiert auf Gaspedalbefehle sehr gut und kann bis 250 km/h beschleunigt werden. Das maximale Drehmoment beträgt 353 Newtonmeter und liegt zwischen 1.450 und 4.700 Umdrehungen an. Eine Overboost-Funktion erlaubt zwischen 1.750 und 4.200 Touren für maximal 7 Sekunden eine Drehmomentsteigerung auf 378 Newtonmeter. Das Sechsganggetriebe schaltet durch kurze Schaltwege präzise und sprintet vom Start in 6,1 Sekunden auf 100 Km/h, was an Ampelanlagen von Vorteil sein kann. Der Verbrauch wird vom Hersteller mit 10,6 Liter im Ort und 7,8 Liter kombiniert angegeben. Sportlich unterwegs sein bedeutet eben mehr Verbrauch. Seit dem Frühjahr 2019 erfüllt der Ottomotor die Abgasnorm Euro 6d-TEMP-EVAP.

Fazit:

Wer einen Kompaktwagen in der Sportausstattung mit den Erfahrungen aus dem Rennsport im Großstadtverkehr benötigt, ist beim i30 N gut aufgehoben, er darf sich über den Einstiegspreis von 33.000 Euro aber nicht wundern. Da die SUV´s immer beliebter werden, lohnt sich auch ein Blick auf den Tucson N Line, der seit April 2019 überarbeitet auf dem deutschen Markt in der Preisspanne von 34.550 bis 43.000 Euro angeboten wird.

von RR