Alfa Romeo kann auch SUV

Die italienische Sportmarke Fiat Chrysler Automobiles (FCA) erobert seit der Einführung des ersten SUV am 18. März 2017 den deutschen Markt. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass der fast tot gesagte Alfa Romeo mit dem Alfa Romeo Stelvio den Nerv der Zeit getroffen hat. Tummeln sich doch in diesem Segment ein Porsche Macan, ein Audi Q5, ein BMW X3 und ein Mercedes GLC.

Der Alfa Romeo Stelvio wird auf der Giulia-Plattform in Italien produziert. Als Namensgeber für den SUV diente der höchste Alpenpass Italiens. Meine erste Testfahrt führte mich genau durch die Hochalpenstraße auf 2.175 Meter Seehöhe zum Top Mountain Crosspoint in den Alpen, um die Qualitäten des Alfa Romeo Stelvio zu testen.

Die Ingenieure setzten alles daran, dem SUV einen sportlichen und kräftigen Charakter zu verpassen. Bereits auf den ersten Blick fällt das italienische Design auf, das die Marke Alfa Romeo seit über 100 Jahren prägt. Die Karosserie zeigt die drei fundamentalen Bausteine: unfehlbares Gespür für Proportionen, stilistische Geradlinigkeit und aufwändig geformte Flächen. Der Fünftürer ist 4,68 Meter lang, 1,67 Meter hoch und 2,16 Meter breit. Durch die leicht abfallende Heckpartie mit einem Spoiler an der Dachkante wirkt der Stelvio so dynamisch wie eine Mittelklasse Limousine. Die Seitenlinien wirken dreidimensional und sorgen für spannende Licht- und Schatten- Effekte. Optisch auffällig ist der trapezförmigen Kühlergrill mit seinen horizontal verlaufenden Lufteinlässen an der Front.

Das italienische Design setzt sich ebenfalls im Innenraum fort. Sportlich elegant ist das Armaturenbrett mit seinen beiden Rundinstrumenten gestaltet. Das Lenkrad trägt die Einstellknöpfe für die elektronischen Fahrassistenzsysteme und den roten Startknopf für den Motor. Zwischen den Rundinstrumenten liegt zentral ein TFT-Display für Reisedaten und Navigationshinweise. Die elektrisch öffnende Heckklappe gibt einen 525 Liter großen Kofferraum frei, der bei Bedarf auf 1.600 Liter erweitert werden kann.

Einsteigen und auf den Sportsitzen Platz nehmen. Der Alfa Romeo Stelvio ist für den Stadtverkehr genauso gut geeignet wie für Autobahnen, Wald- und Feldwege. Durch eine hohe Sitzposition hat der Fahrer alle Straßenverhältnisse sehr gut im Blick. Der Alfa Romeo Stelvio mit einem Leergewicht von 1.735 Kilogramm wird serienmäßig mit einem Allradantrieb (Alfa-Q4) angetrieben.

Fahrspaß pur bringen die unter der Motorhaube befindlichen völlig neu entwickelten 2.0-Liter-Turbobenziner mit 280 PS oder der 2.2-Liter- Turbodiesel mit 210 PS. Beide Motoren sind mit einem Achtstufen-Automatikgetriebe kombiniert. Wahlweise können die Gänge auch direkt über Alu-Schaltwippen gewechselt werden. Der Turbobenziner mit 280 PS beschleunigt in 5.7 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Der Turbodiesel mit 210 PS beschleunigt von Null auf 100 km/h in 6,6 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h (beides Werksangaben). Unterstützt wird der Fahrer durch die Fahrdynamikregelung Alfa „d“-„n“-„a“, die ebenfalls serienmäßig an Bord ist. Die drei Modi stehen für dynamic, natural und advanced efficiency und bieten dem Fahrer die Möglichkeit, sportlich, komfortabel oder kraftstoffsparend zu fahren.

Bereits nach der Markteinführung wurden für den Alfa Romeo Stelvio zwei weitere Motoren, der 200 PS Turbobenziner und der 180 PS Turbodiesel, ins Programm aufgenommen. Beide Treibwerke werden ebenfalls serienmäßig mit einem Achtstufen-Automatikgetriebe kombiniert. Die einzige Ausnahme bietet der 2.2 Turbodiesel mit 180 PS, der erstmals mit einem Hinterradantrieb kombiniert werden kann. Alle anderen Motoren verfügen über den Allradantrieb Alfa Q4. Hier verspricht sich Alfa aus der bewährten Tradition noch mehr Fahrspaß und sportliche Fahrleistung. Insgesamt stehen den Kunden jetzt vier 2.0 Turbo-Benziner von 200 PS bis 280 PS und zwei 2.2. Super- Diesel von 180 PS und 210 PS zur Auswahl.

Zum Marktstart bietet Alfa Romeo den Stelvio als Sondermodell „First Edition“ in der Ausstattungsvariante Super zum Preis von 47.500 Euro (Werksangabe) an. Neben einer Top Ausstattung sind technische Highlights wie Antriebswelle aus Kohlefaser, Aluminium-Karosserie und das Kollisionswarnsystem mit autonomer Notbremsfunktion an Bord. Insgesamt hinterlässt der Stelvio auf meinen ersten Testfahrten einen guten und sportlichen Eindruck. Für Freunde von Alfa Romeo ist dieser SUV eine besondere Alternative, um im Straßenverkehr noch mehr aufzufallen.

von RR