Der neue Hyundai Veloster im Alltagstest

Vor vier Jahren wurde der ungewöhnliche Hyundai Veloster mit einem 1+2 Türen Design  auf dem deutschen Markt eingeführt. Womit wieder bestätigt ist, dass die Südkoreaner sehr gern polarisieren möchten. Denn wer baut schon einen Dreitürer plus Kofferraumklappe? Das wollte ich im Berliner-Alltag testen.

Es ist schon erfreulich, wenn ein kompaktes Sportcoupé vorfährt und man einen Gast bittet, hinter dem Fahrer Platz zu nehmen, aber auf der Fahrerseite die zweite Tür fehlt. Wir laufen ums Fahrzeug und entdecken die zweite bzw. dritte Tür und der Gast kann einsteigen.

Während ich um das Fahrzeug gehe, fällt mir die Front besonders auf. Der markentypische Hexagon Kühlergrill wird jetzt durch eine matte Silberumrahmung noch einmal optisch verstärkt. Die 18 Zoll Leichtmetallfelgen fallen in der neuen Version mit 225 /40 breiter aus und haben ein attraktives Design erhalten. Mit einer Länge von 4,25 Metern, einer Breite von 1,81 Metern und einer Höhe von 1,41 Metern steht der Kompaktsportler mit seinen drei Türen auffällig auf der Straße. Durch den langen Radstand von 2,65 Metern verfügt der Veloster über ausreichenden Platz im Innenraum. Seine Sportlichkeit zeigt der Veloster Turbo am Heck. Doppelläufige Auspuffrohre prägen mit den LED Rückleuchten das Heck. Der Dachaufbau ist niedrig und die Kofferraumklappe sehr auffällig gestaltet. Leider ist die Ladekannte hoch und der Kofferraumboden tief. Durch das Umklappen der Rücksitze kann der Kofferraum von 320 Liter auf 1.015 Liter erweitert werden. Das Be-und Entladen ist jedoch durch den sehr tiefliegenden Kofferraumboden erschwert, besonders bei schweren Materialien.

Im Innenraum sitzt der Fahrer oder Beifahrer bequem auf ergonomisch geformten Sportsitzen. Chrom- und Aluminium-Look zieren den Innenraum und setzen das Cockpit in Szene. Der Fahrer hat dadurch alles im Blick und kann mittels Bordcomputer auf der hochauflösenden TFT-LCD Anzeige alle notwendigen Fahrerinformationen abrufen. Insgesamt strahlt der Veloster im Innenraum eine angenehme Atmosphäre aus.

Das Herzstück des Sportlers ist ein 1.6 Turbo mit 137 kW /186 PS und 265 Nm Drehmoment. Der Veloster mit Frontantrieb spurtet von null auf 100 km/h in 8,0 Sekunden und erreicht laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 214 km/h. An einigen Ampelanlagen hätte ich mir mit der 6-Gang-Handschaltung einen flotteren Turbo gewünscht. Erst ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h sprintet der Veloster in 4,2 Sekunden bis 100 km/h, das schaffe ich aber auf Berliner Straßen nicht. Der Kraftstoffverbrauch wird laut Werksangabe im innerstädtischen Fahrbetrieb mit 9,4 Litern Benzinkraftstoff (95 Oktan) angegeben. Da liege ich mit 10,4 Liter nur um einen Liter auf 100 Kilometer darüber.

Fazit: Der Veloster ist allein durch sein auffälliges Türenkonzept ein bemerkenswertes Fahrzeug. Der Fahrkomfort ist angenehm und die Sicherheitsausstattungen im Testfahrzeug mit der Ausstattung Premium sehr zufriedenstellend. Besonders empfehlenswert ist das Radio-Navigationssystem mit 7-Zoll-Touchscreen Farbmonitor mit Rückfahrkamera. Den kompakten Sportturbo gibt es für einen Grundpreis von 27.990 Euro. Nach meiner Einschätzung verfügt der Veloster über ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

von RR