Toyota fördert weltweite Artenvielfalt

Toyota und die Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature) haben eine Fünf-Jahres-Partnerschaft beschlossen. Mit den zur Verfügung gestellten Finanzmitteln wird die Arbeit an der Internationalen Roten Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten unterstützt.

Die Rote Liste der IUCN bewertet das Risiko des Artensterbens nach vergangenen, bestehenden und voraussichtlichen Bedrohungen. Bis heute wurden 79.837 Arten hinsichtlich ihrer Gefährdung bewertet und mehr als 23.000 als vom Aussterben bedroht beurteilt. Durch die Partnerschaft mit Toyota können in den nächsten fünf Jahren weitere 28.000 Arten bewertet werden.

Um diese und andere Umwelt-Themen anzugehen, wurde im Oktober 2015 die Toyota Environmental Challenge 2050 ins Leben gerufen. Das Programm hat das Ziel, die Umweltbelastungen durch Automobile bis zum Jahr 2050 erheblich zu reduzieren und gleichzeitig positiv Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen. Alleine in diesem Jahr wird der Automobilhersteller für sein erstes Projekt zum Artenschutz rund 1,2 Millionen US- Dollar (rund 1,05 Millionen Euro) zur Verfügung stellen.

„Die Toyota Environmental Challenge 2050 hat nicht nur den Klimawechsel im Blick, sondern auch die Artenvielfalt. Dies sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, die nicht getrennt voneinander betrachtet werden können“, erläutert Inger Andersen, IUCN Generaldirektor.

Die IUCN-Experten haben entschieden, den Fokus bei der neu geförderten Forschung auf Pflanzen und Fische zu legen, die für Milliarden von Menschen eine Nahrungsgrundlage bieten. Dies umfasst Wildreis- und Weizenarten, die entscheidend für die Nahrungssicherheit sind. Auch Meeresfische wie Sardinen, Seezunge und Scholle werden bewertet.

Ein Teil der Fördergelder fließt in die Bewertung weiterer wirtschaftlich relevanter Pflanzen sowie von Pilzen, Süßwasserfischen, Reptilien und wirbellosen Tiere wie Libellen. Auch die Netzplattform, über die jährlich 3,5 Millionen Menschen auf die Daten der Roten Liste zugreifen, soll verbessert werden. Zudem wird der IUCN seine Aktivitäten verstärkt der Öffentlichkeit präsentieren, um das Bewusstsein für die Artenvielfalt zu erhöhen.