Die GPS-Golfuhr Qaddy im Test

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GPS Golfuhren erfreuen sich großer Beliebtheit und das Geschäft mit den verschiedenen Modellen scheint unerschöpflich zu sein. Für mich, als leidenschaftlicher Golfer, war es eine gute Gelegenheit, ein völlig unbekanntes Model, die GPS Golfuhr Qaddy der Firma a-rival, im Wert von 99 Euro zu testen.

Vorweg möchte ich bemerken, dass ich ein Mensch bin, der keine Bedienungsanleitung ließt bzw. lesen will, ein Produkt sollte sich selbst erklären oder leicht zu bedienen sein. Aber lesen Sie selbst.

Die Manager von a-rival nennen ihre Golfuhr Qaddy und meinen damit einen weiblichen Caddie, eine professionelle Begleiterin eines Golfspielers bei einem Golfturnier. Also es geht um Orientierung, Distanzen, Spielstrategien und Dokumentationen. Auf der Verpackung der Uhr steht: „Die Newcomerin hilft Liebhabern des Traditionssportes dabei, ihr Augenmaß zu schulen und vor allem ihr Handicap auf ungewohnten Terrains zu optimieren. Sie hält dazu die wichtigsten Daten von weltweit rund 37.000 Golfplätzen bereit. Davon sind bereits 33.000 Anlagen aus Amerika, Australien, Europa und Neuseeland vorinstalliert.“

Ich dachte: „Donnerwetter, 33.000 Anlagen auf dieser 4,5 cm breiten, 5 cm langen und 1,6 cm dicken Armbanduhr, wie soll das aussehen?“ Das wollte ich gleich wissen und schaltete die Uhr an. Ging nicht. Erst aufladen. Die in der Verpackung liegende Zange mit vier Polen und einem USB-Anschluss dient als Ladekabel. Die Beschreibung in der Bedienungsanleitung fehlt zwar, aber Golfer sind ja eine intelligente Spezie, die das selbst schnell herausfinden. Nach ca. 3 Stunden ist die Batterie aufgeladen und die Uhr kann eingestellt werden. Das ist dann kinderleicht und funktioniert auch ohne Bedienungsanleitung. Sie drücken: SET UP – SYSTEM – Symbol Uhr wählen – Zeitzone – Sommerzeit ein und schon ist die Uhr dank GPS aktuell mit Datum und Uhrzeit eingestellt.

 

Sollte die Uhr als GPS Golfuhr nicht funktionieren, dachte ich, habe ich wenigstens eine sportliche Armbanduhr, die mir ohne Nachladen bis zu 4 Wochen die aktuelle Uhrzeit mit Datum anzeigt.

Ich flog zu einem Termin nach Amsterdam, natürlich am Handgelenk die neue Uhr. Einmal in Amsterdam angekommen, nutzte ich die Gelegenheit, einen in der Nähe befindlichen Golfplatz aufzusuchen. Hier testete ich das erste Mal die GPS Anzeige und verband die Hoffnung, dass ein starkes 3D-Fix Signal auch den Golfplatz in Amsterdam finden würde. Die Uhr zeigte mir nach kurzer Überprüfung des Systems ein GPS Signal in guter Qualität an und mit der Funktion SPIELEN-3D-Positionierung-Plätze AUTO- begann die Suche nach Golfplätzen. Nach einer Dauer von ca. 3-4 Minuten (schneller geht es manuell, wenn man den Golfplatz kennt) werden die Golfplätze angezeigt. Wenn man sich sicher ist, dass es der richtige Golfplatz ist, wird dieser mit OK bestätigt. Am Abschlag 1 drückte ich Spiel und auf dem 1,2 cm großen LC-Display (3 cm Bildschirmdiagonale) zeigte die Uhr die Lochnummer, die Pars und die Anzahl der Schläge an.
Das war für mich der Beweis, dass die Uhr ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis bis hier hin schon gerecht geworden ist. Auf den Golfplätzen in Frankfurt/Main und Berlin/Brandenburg wiederholte ich diese Tests und alle waren ohne Beanstandungen.

 

Jetzt ging es zur Königsdisziplin, zum Golfturnier. Der Lufthansa-Medien-Cup war mein Ziel, hier konnte ich neben aktiven Golfern, Medienvertretern und Sponsoren auf den kommenden 18 Löchern die einzelnen Funktionen am besten ausprobieren. Gerade in meinem Flight hatten alle eine Golfuhr anderer Marken und wie Sie sich vorstellen können, lagen die Marken im Wert zwischen 199 und 400 Euro. Während des fünfstündigen Golfturniers gab es heftigen Regen. Der Uhr machte das Wetter nichts aus, sie ist Wasserdicht (IPX 4-Standard), das Glas bleibt bis zu 95 Prozent Luftfeuchtigkeit vor einem Beschlagen befreit. Aber der Spieler hat etwas gegen Regen und ich bin vorwiegend ein sogenannter „Schönwetter Golfer“. Also Regenkleidung raus und die Golfuhr war unter zwei Bekleidungsstücken vergraben. Dadurch vergaß ich die einzelnen Schläge einzudrücken. Hätte ich nicht nebenbei mein altes Zählgerät gehabt, hätte mein Mitspieler, der von mir gezählt werden muss, ein Problem oder auch ein zusätzliche Freude. Die Antwort kennt jeder aktive Golfspieler selbst.

Also ein neues Golfturnier in Berlin-Pankow. Das Wetter war herrlich, 31 Grad Sonnenschein, trocken, die Grüns waren top und die Bälle rollten. Die Uhr wieder gestartet, der Golfplatz wurde wieder gefunden, das erste Loch eingestellt und los ging es. Übrigens, die Uhr kann neben dem Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auch die Position der Hindernisse (Baum, Wasser u.s.w.) erkennen. Dies ist wichtig, denn auf der Bahn 1 in Berlin-Pankow gibt es ein Wasserhindernis (Wassergraben) und das wurde mir auch angezeigt. Eine gute Hilfe, um sich auf fremden Plätzen zurechtzufinden.

 

Fazit:
Die GPS-Uhr Qaddy von a-rival ist eine gute Golfuhr. Sie bietet eine hilfreiche Unterstützung, um die Flight-Partner zählen zu können und trotzdem noch „Spaß am Golfspielen“ zu finden. Besonders erfreulich ist die einfache Bedienung, ohne lange die Bedienungsanleitung studieren zu müssen. Die Erkennung von Golfplätzen und die Informationen der einzelnen Bahnen funktioniert tadellos. Die optische Darstellung der 63 Gramm wiegenden GPS-Golfuhr mit dem starken Silikonarmband kann bestimmt noch etwas modernisiert werden. Für 99 Euro ist die Golfuhr in einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis und besonders für Einsteiger in die neue GPS-Golfwelt geeignet.

von RR