Der Toyota Mirai kommt im September 2015 nach Deutschland

Der japanische Autohersteller Toyota reagiert auf die weltweite Nachfrage von Brennstoffzellenfahrzeugen. Toyota gibt dem Brennstoffzellenfahrzeug mehr Zukunftschancen als dem rein elektrisch betriebenen Fahrzeug. Das lässt sich auch mit Zahlen belegen. Seit 1997 verkauft Toyota 7,5 Millionen Voll-Hybridfahrzeuge auf der Welt.

Der neue Mirai, der zur Zeit noch in Handarbeit gefertigt wird, ist 2015 mit 700 Einheiten, 2016 mit 2000 Einheiten und 2017 mit 3.000 Einheiten geplant. Der japanische Autohersteller versteht sich als Pionier umweltverträglicher Wasserstoffmobilität und alternativen Antriebstechnologien und ist sich mit dem Mirai bewusst, dass man einen langen Atem für die Marktentwicklung benötigt.

Auf einem Technik-Seminar in München und Berlin wurde von den Referenten der Vorteil zwischen Brennstoffzellenfahrzeugen und batterieelektrischen Fahrzeugen herausgestellt. Der Brennstoffzellenantrieb steht in direkter Verbindung mit einem Hybridfahrzeug, bei dem der Verbrennungsmotor und Benzintank durch Brennstoffzelle und Wasserstofftank ersetzt wurde. Ergebnis: Wasserstoff wird in elektrische Energie umgewandelt, es entstehen keine Schadstoffe, so dass als Emission lediglich Wasserdampf entsteht.

Eine große Herausforderung bei der Etablierung des Brennstoffzellenantriebs bleibt der Auf- und Ausbau einer Tankstellen-Infrastruktur zur Versorgung mit Wasserstoff. Jessica Becker, Sprecherin der „Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ informierte über die aktuellen Pläne aus Wissenschaft, Industrie und Politik. Problematisch ist nur, das z.B. in Berlin vier Wasserstofftankstellen existieren, aber nur zwei in Betrieb sind. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es für Deutschland nur ein Abnahmegerät für zukünftige Wasserstofftankstellen gibt und somit ein schneller Ausbau von Wasserstofftankstellen behindert wird.

Dass Wasserstoff in einem umweltfreundlichen Energiekonzept der Zukunft nicht nur als Energieträger für Mobilität eine wichtige Rolle spielt, sondern auch als Speichermedium für Strom aus erneuerbaren Energien, erläuterte Werner Diwald von Performing Energy, dem „Bündnis für Windwasserstoff“, in dem sich zahlreiche namhafte Unternehmen, Verbände und Institute engagieren.

Der neue Mirai wurde auch vor Ort präsentiert und das Fahrzeug macht schon beim Design eine bemerkenswerte optische Aussage. Die Ingenieure sowie die Designer haben hier Hand in Hand gearbeitet und hohe Sicherheitsanforderungen umgesetzt. Voller Unterbodenschutz, eigene Produktion von Wasserstofftanks und die Verarbeitung wie in einer Automanufaktur. Das hat aber zur Zeit auch seinen Preis: 78.580 Euro kostet die 4,9 Meter Limousine mit vier Türen, verspricht aber dabei eine Ausstattung wie in der Luxusklasse.

Wir hoffen, Ihnen vor der Markteinführung die ersten Fahreindrücke vermitteln zu können.

von RR