Das Goldene Lenkrad 2014

Was für die einen die Goldene Kamera und der Bambi ist, so ist für die anderen das Goldene Lenkrad der Oscar der Autoindustrie. Am 11. November 2014 feierten 300 Gäste aus der Automobilindustrie, Kunst und Politik im Berliner Axel-Springer-Haus die 39. Preisverleihung. Die Moderation übernahm wie im vergangenen Jahr Barbara Schöneberger.

Aus 45 Auto-Neuheiten wählte eine Jury bestehend aus Designern, Motorsportlern, Prominenten, Technikern und Rennfahrern die Sieger in acht Kategorien. Zwei Preise (Cabrios und Kleinwagen) durften die europäischen Leser von Bild am Sonntag und der europäischen Auto Bild-Gruppe wählen. Das Grüne Lenkrad, das nur in Deutschland verliehen wird, entschieden Experten aus Politik, Umweltverbänden, Autoindustrie und Automobilclubs.

Die Überraschung des Abends gelang Porsche. Zum ersten Mal in der Geschichte der Preisverleihung gewann das Unternehmen drei von acht Auszeichnungen beim Goldenen Lenkrad 2014. Über 300.000 Leser aus 25 Ländern wählten den Porsche 911 Targa zum Sieger. In der Klasse der SUV siegte der Porsche Macan vor dem BMW X4 und den Range Rover Sport und in der Klasse der Sportwagen erreichte der Caymann GTS mit großem Vorsprung den Sieg vor dem BMW i8 und dem Jaguar F-Type.

Die zweite Überraschung gelang Mazda mit einem Sieg des Mazda 2 bei der Leserwahl im Kleinwagensegment. Mazda hatte sein letztes Goldenes Lenkrad mit dem Mazda 626 im Jahr 1992 erhalten und um so größer war die Freude des japanischen Herstellers.

Weniger überraschend waren die drei Siege von Volkswagen. Seit Jahren sitzt VW in der ersten Reihe der Sieger. So siegten der VW Golf Sportsvan in der Klasse der Kompaktfahrzeuge, der VW Passat in der Klasse der Mittel-/Oberklasse und der VW Golf GTE gewann das Grüne Lenkrad.

Der Höhepunkt des Abends war die Vergabe des Ehrenlenkrads 2014. Elon Musk, Vorstandsvorsitzender des Elektroautoherstellers Tesla Motors, konnte sich über diese begehrte Auszeichnung freuen. Der 43 jährige ist CEO von Tesla, Chef des Solarstromunternehmens SolarCity und der Raumfahrtfirma SpaceX. Die Redaktion begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Elon Musk ist ein erfolgreicher Unternehmer und zugleich Träumer und Visionär: Er hat das Benzin aus dem Auto verbannt und das Internet hineingebracht. Wie kaum ein Zweiter steht er für das Zusammenführen von Old und New Economy.“

von RR