Das Goldene Lenkrad von Bild am Sonntag und der Auto Bild-Gruppe

Der Verleger Axel Springer hatte 1976 eine großartige Idee ins Leben gerufen – die Verleihung eines Goldenen Lenkrads für Auto-Neuheiten. Ein Schelm der dabei an die Anzeigenkunden dachte, denn Jahr für Jahr entwickelte sich die Verleihung zu einer der wichtigsten Automobilpreise Europas. Kein Autokonzern möchte fehlen und so wird kräftig die Werbetrommel gerührt, um mit bei der Vorauswahl und bei den Finalisten dabei zu sein. Drei Tage testeten dann die Juroren die 20 Finalisten auf dem Fiat/ Pirelli-Testgelände in Balocco, Italien. Bis auf die Sonderklasse „Sportwagen“ und „SUV“, denn hier entschieden die Leser der europäischen AUTO BILD-Gruppe über die Sieger. Begeisterte 260.000 Leser stimmten ab.

Zum ersten Mal wurde das Goldene Werbelenkrad verliehen. Grundlage für diese Auszeichnung bilden formvollendetes Design, innovativer Technikeinsatz und kreative Mechanik. Der erste Gewinner des Automobil Oscars in der Kategorie „Goldene Werbelenkrad“ ist die Kampagne „Ich bin Giulietta“ des Alfa Romeo Giulietta vom Hersteller Fiat. Peter Würtenberger, Chief Marketing Officer der Axel Springer AG: „Erstklassige Werbekampagnen wecken das Interesse der Konsumenten und schaffen es, komplexe Details in kürzester Zeit und auf kleinen Flächen darzustellen. Wer die Konsumenten begeistert, weiß, was die Auto-Fans bewegt.“

Am 9. November 2011 war es dann wieder soweit. Im Berliner Axel-Springer-Haus konnten 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien der feierlichen 36. Preisverleihung des Goldenen Lenkrads beiwohnen. Die schnellste Frau mit den Initialen KMH, Frau Katrin Müller-Hohenstein (46), führte durch das Programm und entschuldigte sich für die fehlenden Ehrengäste und Preisträger des Abends. So konnte der Gewinner des Goldenen Ehrenlenkrads 2011, Alan Mulally, Vorstandsvorsitzender der Ford Motor Company, nicht in Berlin landen, bedankte sich jedoch noch am Abend vom Kölner-Flughafen per Videobotschaft für seine Auszeichnung.

Trotz des dichten Nebels waren die Spitzen der Automobilindustrie anwesend. Allen voran Ferdinand Piëch (Aufsichtsratsvorsitzender Volkswagen AG) und seine Gattin Ursula Piëch, Norbert Reithofer (Vorstandsvorsitzender BMW AG), Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender Daimler AG), Wolfgang Porsche (Vorstandsvorsitzender Porsche AG), Martin Winterkorn (Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG) und Rupert Stadler (Vorstandsvorsitzender der Audi AG). Neben dem Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer, waren der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann sowie die Juroren, Boris Becker, Lilly Becker, Vitaly Klitschko, Kai Pflaume, Frank Elstner, Barbara Schöneberger, Katarina Witt und Ralf Schumacher, anwesend.

Das sind die Gewinner:

Kleinwagen: VW Up
Kompaktklasse: BMW 1er
Mittel- und Oberklasse: Audi A6
Sonderklasse Cabrios: Mercedes SLK
Sonderklasse Sportwagen: Porsche 911
Sonderklasse SUV: Mercedes M-Klasse
Grünes Lenkrad: Dieselhybrid Hybrid4 PSA (Peugeot/Citroën)
Ehrenlenkrad: Alan Mulally, Vorstandsvorsitzender Ford Motor Company

Freuen wir uns auf ein weiteres bewegendes Auto-Jahr und wünschen uns keine sozialistischen Wartezeiten für eine Autobestellung. Schon manch ein Autokunde muss heute über neun Monate auf sein Auto warten. Zum Trost, auf einen Trabbi durfte man in der DDR über 10 Jahre bis 12 Jahre warten.

RR

Foto: Niels Starnick / BILD am SONNTAG
Foto: Niels Starnick / BILD am SONNTAG
Die Gewinner und Gastgeber: vorne von links: Rupert Stadler (Vorstandsvorsitzender Audi), Martin Winterkorn (Vorstandsvorsitzender VW), Friede Springer, Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender Mercedes), Norbert Reithofer (Vorstandsvorsitzender BMW). Hinten von links: Bernd Wieland (Chefredakteur AUTO BILD), Giuseppe Vita (Aufsichtsratsvorsitzender Axel Springer), Matthias Müller (Geschäftsführer Porsche), Walter Mayer (Chefredakteur BILD am SONNTAG), Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender Axel Springer)