Von „Mensch ärgere dich nicht“ bis „Qwirkle“

Berliner Spiele-Verlag Schmidt holt 2011 erneut den Spitzenpreis „Spiel des Jahres“

Wenn es um Geschenke für die Kinder und Enkel besonders mit Blick auf Weihnachten geht, dann gibt es bei Eltern und Großeltern das ganze Jahr über kaum eine Denkpause. Permanent plagt sie die Frage: Was wäre denn diesmal das Richtige? Dieses Vorausdenken kalkulieren die Spiele und Spielzeug produzierenden Verlage bzw. Betriebe selbstverständlich ein. Rechtzeitig vor dem neuen großen Jahresendgeschäft auf dem Markt zu sein, ist für den „Verein Spiel des Jahres“ die generelle Orientierung. Daher gab es wie schon 32mal zuvor die Auszeichnungsrunde für die besten Neuheiten 2011 bereits zu Sommeranfang, wiederum im namhaften Berliner Hotel Esplanade am Lützow Platz.

Verliehen wird der Kritikerpreis in den drei „olympischen“ Stufen Gold, Silber und Bronze. Eine unabhängige neunköpfige Jury aus Kultur und Medien nimmt in das Wahlverfahren alle Neuerscheinungen im Bereich des Familien- und Erwachsenenspiels des laufenden und des vergangenen Kalenderjahres auf. Kriterien für die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres sind vier grundsätzliche Ansprüche:
1. die Spielidee (Spielspass, Originalität, pädagogischer Spielwert)
2. die Regelgestaltung (Aufbau, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit)
3. das Design (Funktionalität, Verarbeitung)
4. das Layout (Gesamtgestaltung, Spielplan, Regeln)

Diesen hohen vielseitigen Anforderungen wurde allen voran der Berliner Verlag Schmidt Spiele mit seinem Angebot „Qwirkle“ gerecht. Der Schmidt Verlag ist nicht zum ersten Mal Spitze. Er zählt zu den führenden Anbietern bei Spielen und Puzzles in Deutschland . Zu den Klassikern im Programm des fast 100 Jahre alten Unternehmens gehört das volkstümliche „Mensch ärgere dich nicht“. Einen besonderen Erfolg verbuchte Schmidt im Jahr 2009, als der Verlag mit den Spielen „Dominion“ und „Das magische Labyrinth“ sowohl die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ als auch den Preis „Kinderspiel des Jahres“ gewann. Auch dieses Jahr kamen die Berliner wieder in die engere Wahl und eroberten mit „Qwirkle“ erneut „das Spiel des Jahres“. Qwirkle als amerikanisches Wort steht für die deutschen Begriffe „fremdartig – komisch – anders“ . Der Name kommt nicht von ungefähr, denn erfolgreiche Erfinderin und somit Namensgeberin ist die 39jährige US-Amerikanerin Susan McKinley Ross. Einfache und logische Regeln regen zum Kombinieren nach Form und Farbe des aus 108 bunten Legesteinen bestehende Spiels an. Bis Weihnachten will der in Neukölln beheimatete Schmidt-Verlag 400 000 ausgezeichnete „Qwirkle“ ausliefern.

Doch es dürfte sich auch lohnen, die Konkurrenten für den Spitzenpreis und somit auch ihre neuen Kreationen als attraktive Geschenktipps in Betracht zu ziehen. So fanden sich auf der Kandidatenliste für die Auszeichnung solche Titel wie „Blockers“ oder „Mondo“, zwei Legespiele ab 8 Jahre, Die Burgen von Burgund (Würfelspiel ab 12 ), Freeze (Improvisationstheaterspiel ab 13) , „Geistesblitz“ für Schnelldenker ab 8 Jahre, „Luna“ sowie „Sun, Sea & Sand“ verstehen sich als Strategiespiele ab dem 10. Lebensjahr. Ebenso ab 10 „Safranito“ für Geschchickte und das Bluffspiel „Skull & Roses“. Zu guter letzt auf der Auswahlliste mit „Uluru“ ein Denk- und Rätselspiel für Interessenten von 8 Jahren aufwärts.
Wer detailliertere Informationen zu allen Angeboten möchte, der gehe über www.spiel-des-jahres.com.

von Werner B. Hoppe