Frank Nierhaus – ein Banker bewegt Berlin

Erinnern Sie sich noch, als die Commerzbank 2008 begonnen hat, die Dresdner Bank in zwei Schritten zu übernehmen? Am 11. Mai 2009 erfolgte die Verschmelzung und im Juni 2010 die Umstellung der Wort-Bild-Marke und das mit dem Versprechen „Gemeinsam mehr erreichen“. Heute sind in Berlin 2.400 Mitarbeiter in 79 Gebäuden der Commerzbank beschäftigt. Sie betreuen 505.000 Privatkunden und 97.000 Firmen- und Geschäftskunden; davon im Wealth Management die besonders vermögenden privaten Kunden der Hauptstadt. Das Bankhaus verbindet hier in idealer Weise die Expertise einer internationalen Großbank mit der persönlichen Betreuung einer Privatbank vor Ort. Sie analysiert die Vermögens- und Einkommensverhältnisse unter Berücksichtigung von Liquiditäts- und Steueraspekten und definiert mit dem Kunden sein persönliches Risikoprofil. Aus diesem Profil werden für den Kunden individuell gestaltete Vermögensstrategien erarbeitet. Beste Beispiele für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind: Michael Käfer, Hauptgesellschafter der Käfer Unternehmensgruppe oder der Chef des deutschen Ski-Verbandes Alfons Hörmann, die bis heute auf die Beratung aus einer Hand vertrauen.

Frank Nierhaus, Direktor und Vorsitzender der Geschäftsleitung Wealth Management der Commerzbank in Berlin, ist engagiert und verbindlich und hat immer ein Lächeln auf den Lippen, so nach der Devise, Probleme löse ich selbst und der Rest löst sich von allein. So kam es auch zu diesem Interview: „Machen wir doch einfach einen Termin und ich stelle Ihnen unseren Wealth Management-Standort, die Philosophie unseres Unternehmens und – mich – gerne vor.“

Frank Nierhaus (44) ist gebürtiger Gevelsberger. Wo liegt das denn? Na am Rande des Sauerlandes, in Nordrhein-Westfalen zwischen dem flachen Hügelland des Ruhrgebietes und dem sauerländischen Gebirgshochland, eine typisch industriell geprägte Stadt. Bereits mit 14 Jahren bewarb er sich als Bankkaufmann bei der Commerzbank in Wuppertal und ist bis heute Banker aus Leidenschaft. Sein Handwerk erlernte er nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann in verschiedenen Funktionen. Begonnen über verschiedene Kundenberateraufgaben übernahm Nierhaus 1992 die Filialleitung in Wuppertal-Cronenberg. Zwischenstationen als Leiter der Abteilung Private Kunden in der Gebietsfiliale Wuppertal führten ihn über die Regionalfilialleitung Remscheid direkt in die Commerzbank Zentrale Frankfurt als Leiter Zielgruppenmanagement und interimistisch als Bereichsleiter Vertrieb.

Nach zwei Jahren Frankfurt stellte sich Nierhaus wieder neuen Herausforderungen, wurde Gebietsfilialleiter in Kiel und wechselte 2009 als Leiter Private Wealth Management Deutschland Mitte in die Dresdner Bank. Durch die Übernahme der Dresdner Bank ist Nierhaus seit Januar 2010 verantwortlich für den Gesamtvertrieb mit Wealth Management Kunden der Region Ost, die gesamte Fläche der ehemaligen DDR, bei der Commerzbank.

„In Frankfurt war die harte Schule, aber ich wollte wieder direkt mit den Kunden arbeiten, die der Commerzbank das Vertrauen schenken,“ so Nierhaus im Interview. Besonders ist bei ihm die Zeit nach dem Mauerfall ausschlaggebend gewesen. Das persönliche Gespräch mit den ostdeutschen Bürgern, der vertrauensvolle Umgang mit Bankgeschäften und seine Arbeit in der sogenannten „Mobilen Commerzbank“ bringen heute noch seine Augen zum Leuchten. „Ich war vor der Wiedervereinigung noch nie in der ehemaligen DDR gewesen und als ich den Auftrag bekam, von Wuppertal den Aufbau Ost in Wismar, Rostock und Schwerin zu organisieren, war ich Feuer und Flamme. Täglich, acht Monate lang, sind wir von Lübeck mit dem Bus in den Osten gefahren und haben abends das Geld wieder nach Lübeck zurückgebracht, bis die ersten festen Filialen der Commerzbank eröffnet wurden. Eine Zeit, die ich so schnell nicht vergessen werde,“ so Nierhaus.

„Am 03. Oktober 1999 war ich dann das erste Mal in Berlin und hatte keine Ahnung, dass ich bereits zehn Jahre später in Berlin arbeite, während meine Familie und meine drei Kinder in Heikendorf in Schleswig-Holstein, eine kleine Gemeinde am Ostufer der Kieler Förde, bleiben. Aber dank einer starken und vertrauensvollen Frau, mit der ich seit über 20 Jahren verheiratet bin, ist dies sehr gut möglich“, ergänzt Nierhaus.

Wie lauten die vielbeschriebenen Werte der Commerzbank? „Partnerschaft, Unternehmergeist, Leistungsstärke, Kompetenz und Kontinuität.“ Eigenschaften, die sich auch Nierhaus von seinem Vorbild Klaus-Peter Müller, heute Vorsitzender des Aufsichtsrats, zu eigen macht. War es doch Klaus-Peter Müller, der bereits seit der Bundesliga-Saison 2005/2006 den deutschen Frauenfußball-Meister 1. FFC Frankfurt als Trikot-Sponsor förderte. Heute zählt die Commerzbank zu den nationalen Förderern der Frauen-WM 2011, ist offizieller Unterstützer des Volunteer-Programms und Premium-Partner des deutschen Fußball-Bundes (DFB), wir berichteten darüber.

Voller Anerkennung ist Nierhaus auf seine neue Kollegin Jenny Friese, Mitglied der Geschäftsleitung und eine der Frauen in einer herausragenden Führungsfunktion bei der Commerzbank. „Wir brauchen in Berlin keine Frauenquote der Bundesregierung, wir setzen sie bei der Commerzbank um“, war auch gleich die Antwort auf meine Frage zur Frauenquote. Zum Beweis verweist er auf eine aktuelle Studie der Commerzbank „Initiative Unternehmer-Perspektiven“, die am 12. Mai 2011 in Frankfurt von Markus Beumer, Vorstand der Mittelstandsbank der Commerzbank und Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees der FIFA Frauen-WM und Schirmherrin der Studie, vorgestellt wurde.

Foto: Commerzbank AG
Foto: Commerzbank AG
v.l.: Frank Nierhaus, Direktor und Vorsitzender der Geschäftsleitung Wealth Management der Commerzbank AG in Berlin und Jenny Friese, Mitglied der Geschäftsleitung Wealth Management Berlin

Neben seinen beruflichen Erfolgen ist für Frank Nierhaus die Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Jugendlichen sehr wichtig. Der 37. Drumbo Cup 2011, eine ehemalige Dresdner Bank Tradition, wird seit 2010 vom Corporate Sponsoring der Commerzbank fortgeführt und auch finanziert. Seit 1975 nahmen an dem größten Hallenfußballturnier für Grundschulen in Berlin und Potsdam rund 100.000 Schülerinnen und Schüler teil, darunter auch Pierre Littbarski, Thomas Häßler und Christian Ziege. Oder die 1. ComGames 2011 im Olympiapark Berlin. Bei dieser ersten großen Mitarbeitersportveranstaltung der Commerzbank werden 800 Sportlerinnen und Sportler in acht verschiedenen Sportarten um Medaillen und Pokale kämpfen, darunter im Fußball, Volleyball, Golf, Rudern und Bowling.

Zum Abschluss des Interviews liegt ihm noch ein wichtiges Thema am Herzen: Das nachhaltige Sponsoring, das „Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“, ein gemeinsames Projekt der Commerzbank und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Hier ist Birgit Prinz, Rekord-Fußballnationalspielerin, zugleich Botschafterin. Für die Commerzbank steht das „Grüne Band“ für das Engagement der Vereine, die Nachwuchsförderung und den Anti-Doping-Kampf sowie gesellschaftliche Integration von ausländischen und sozial schwachen Kindern und Jugendlichen im Sport vorbildlich betreiben. Durch diese Initiative konnten bis heute rund 190.000 Kinder und Jugendliche in fast 1.500 Sportvereinen mit Fördergeldern in Höhe von insgesamt 7,5 Millionen Euro unterstützt werden. „Aus diesem Grund wird es auch von mir weiter unterstützt, weil es der Sportförderung im Allgemeinen als auch dem Profisport dient, siehe Frauenfußball-WM“, so Frank Nierhaus zum Abschluss.

Wir wünschen Frank Nierhaus weiterhin viel Erfolg und bedanken uns für das Gespräch.

von RS

Foto: Michael Fahrig
Foto: Michael Fahrig
v.l.: Ulrike Ufert-Hoffmann, Commerzbank AG, Simon McDonald, britischer Botschafter und Frank Nierhaus treffen sich zum ersten „Gespräch mit Weitblick“ im Juni 2011.