Testfahrt mit dem Phaeton GP3 3.0 TDI

Das Flaggschiff der Marke Volkswagen ging mit den Rotierenden Seiten auf eine 1 000 Kilometer lange Reise und wir können das Ergebnis der Testfahrt schon vorweg nehmen, das Auto ist einfach spitze.

Volkwagen fertigt den Phaeton in der Gläsernen Manufaktur (Dresden), wie Meißener Porzellan in der Manufaktur Meißen, alles feinste Handarbeit. Die Qualität, der Stil und der Reisekomfort dieser Luxuslimousine stimmen, aber Volkswagen ist das nicht genug. So wurde das Flaggschiff 2010 weiter perfektioniert.

Neu konzipiert wurde die komplette Frontpartie inklusive der serienmäßigen Bi-Xenonscheinwerfer mit LED-Abbiegelicht und die neuen LED-Rückleuchten wurden auf die neue Optik mit abgestimmt.
Einzug im neuen Phaeton haben auch technische Features gehalten, was bei Reisen auf längeren Strecken sehr hilfreich ist. Hierzu zählen eine neue Bremsanlage, der erstmals in einer Limousine angebotene Dynamic Light Assist (kamerabasierte, dynamische Fernlichtregulierung) und ein Navigationssystem, das auf Wunsch Online-Daten in die Kartendarstellung integriert.
Darüber hinaus „sieht“ der Phaeton dank optionaler Frontkamera Verkehrszeichen; die Geschwindigkeitshinweise werden in den Instrumenten (Multifunktionsanzeige) und dem zentralen Touchscreen der Mittelkonsole visualisiert.
Unerreicht sind technologische Konzepte wie die zugfrei arbeitende 4-Zonen-Klimaanlage und die für ihre Ergonomie preisgekrönten 18-Wege-Sitze. Die haben mir mit den Massagefunktionen über die lange Reisestrecke von 1 000 Kilometer zu einem entspannten Fahren verholfen.

Das Info- und Entertainmentsystem, ohne die ja kein Autofahrer mehr auskommen kann, ist im Phaeton selbsterklärend. Eine lustige Erfahrung mit dem vorhandenen Telefon in der Mittelarmlehne gab es dennoch. War es nun ein voll funktionierendes Handy oder nur eine Atrappe, dachte ich und suchte im Auto nach der Möglichkeit, meine SIM-Karte einzubauen. Im Handbuch stand nur wie ein Handy per Bluetooth angeschlossen wird aber dank einer Rückfrage beim Pressesprecher der Gläsernen Manufaktur war das Problem schnell behoben. Das vorhandene Handy in der Mittelkonsole dient nur zur Weitergabe von Gesprächen an die hinteren Passagiere.
Spitze ist das 8-Zoll große Touchscreen Radio- und Navigationssystem mit seiner 30 Gigabyte großen Festplatte und mit internetbasierter Google-Funktion als Ergänzung zur Kartendarstellung.

Unser Testwagen zum Fahrzeugpreis von 106.985,00 Euro verfügte über alles, was sich ein Fahrer wünscht. Alle Assistenzsysteme waren an Bord, wie zum Beispiel: Dynamic Light Assist (dynamische Fernlichtregulierung), ACC (automatische Distanzregelung), Front Assist (Umfeld beobachtungssystem) und Side Assist (Spurwechselassistent) und das komplett neu entwickelte Dynamic Light Assist in Verbindung mit der integrierten Kamera, das dafür sorgt, dass die Scheinwerfer dort abgeblendet werden um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu stören. Mir als Fahrer stand deutlich mehr Licht und somit mehr Sicherheit und Fahrkomfort zur Verfügung.

Angeboten wird der Phaeton mit vier Motoren, einen Turbodiesel und drei Benzinmotoren. Die Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder bilden ein Leistungsspektrum von 176 kW /240 PS bis 331 kW/450 PS ab. Als Sechszylinder-Benziner kommt im Phaeton ein V6-Direkteinspritzer (FSI mit 206 kW /280 PS) zum Einsatz. In den Leistungsstufen über dem V6 FSI sind ein V8- und W12- Benziner erhältlich (246 kW /335 PS und 331 kW /450 PS). Im Dieselbereich bietet Volkswagen einen höchst sparsamen und komfortablen V6 TDI (174 kW /240 PS) mit einem von 9,0 auf nun 8,5 l/100 km (analog 224 g/km CO2) reduzierten Durchschnittsverbrauch an.

Ich machte mich mit dem sparsamen Diesel auf den Weg und erreichte bei den Testfahrten einen Durchschnittsverbrauch von 9,8 Liter auf 100 Kilometer, was an den vielen Stadtfahrten in Berlin lag. Schade, dass die Zeit für Testfahrten so schnell verflogen ist, ich hätte sicher noch weitere Teststecken gefunden.

von RR