Klaus G. Bartenbach: ein engagierter Rotarier

Seit September 2009 stellen wir aktive Rotarier vor. Jeder kennt in seinem rotarischen Club Höhen und Tiefen. Rotarier unterschiedlicher Berufsgruppen haben unterschiedliche Meinungen und Ansichten über Rotary. Besonders ältere Mitglieder nehmen die wöchentlichen Meetings sehr gern an, weil sie neben ihrer gewohnten Umgebung ihr Heimat- und Geborgenheitsgefühl leben können. Heute möchten wir Ihnen den Rotarier Klaus G. Bartenbach (68) vorstellen.

Ruheständler, gemütlicher Abend im Kreise der Familie, dies sind bei Klaus Bratenbach Fremdwörter. Mit 68 Jahren besitzt er ein Unternehmen, das ihn durch die ganze Welt bringt. Wie er im Interview sagte, eine „One-Man-Show“ mit Partnern in Atlanta, New York, Zürich, Wiesbaden und Berlin u.a.. Ans Ausruhen denkt er noch lange nicht und solange wie er noch Spaß an der Arbeit hat, wird Bartenbach auch seine Erfahrungen als Interim Manager und Management Coach anderen Unternehmen weiter geben.

Nach dem Abschluss zum Diplom-Ingenieur für Nachrichtentechnik an der TU Berlin ging es zum Krupp Forschungsinstitut nach Essen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Es folgten Stationen bei Ferranti Ltd. in Manchester und Wiesbaden, der Standard Elektrik Lorenz AG in Stuttgart, Landis & Gyr GmbH in Frankfurt/Main und Zug sowie der CCC-Anlagenbau AG in Hamburg, wo er Mitglied des Vorstandes war. 1993 bis 1997 war er Generalbevollmächtigter der Balcke Dürr AG und Direktor der deutschen Babcock AG mit Stationen in Atlanta-USA und Madras-Indien. Hier bereits sammelte Bartenbach auch als Vorsitzender der Geschäftsführung der Chema Balcke Dürr GmbH in Arnstadt (Thüringen) Erfahrungen in West- und Osteuropa, den GUS-Staaten Weißrussland, Russland, Ukraine und Usbekistan, bevor er im September 1997 den Sprung in die Selbständigkeit wagte. Als selbständiger Unternehmensberater bietet er bis heute erfolgreich Interim Management, Management Coaching, Merging & Acquisition sowie Sanierungsmanagement für Insolvenzverwalter (Übertragene sowie Plan-Insolvenzen) an.

Foto: privat
Klaus G. Bartenbach mit Bill Boyd bei der RC Convention Salt Lake City

So war es kein Wunder, dass der gebürtige Bochumer aus Nordrhein-Westfalen bereits in seiner Zeit bei SEL in Stuttgart auf eine Mitgliedschaft bei Rotary angesprochen wurde. Sein damaliger Vortrag über seine Vision eines weltweiten Internets waren bei den damaligen Mitgliedern des Rotary Clubs Stuttgart noch nicht vorstellbar, und somit dauerte es noch bis zum Jahr 2006, bis Klaus G. Bartenbach Mitglied bei Rotary wurde. Seine Tochter, Mitglied im RC Hamburg-Deichtor und zukünftige Präsidentin des Clubs, war die Initiatorin und überzeugte den Vater, doch Mitglied eines RC zu werden. Es war ein Glücksfall für den RC Berlin-Schloss- Köpenick, denn durch seine vielen Wohnorte hätte Bartenbach auch Mitglied bei Rotary in Wiesbaden, Berlin-Mitte oder Hamburg werden können. So engagierte er sich besonders in diesem Jahr für die deutschlandweite Rotary-Aktion „Kinderlähmung“ im RC Berlin-Schloss-Köpenick. Entgegengesetzt der deutschlandweiten Straßensammlung ging Bartenbach im eigenen Club und in seinem Umfeld Spenden sammeln. 15000 Euro konnten Polio überwiesen werden, die Hälfte kam aus dem Club, die andere Hälfte durch Spenden umliegender Unternehmen. Ausserdem sorgte er für ein Spendenvolumen seines Clubs in Höhe von 6.000 Euro für den Einsatz von 8 Shelterboxen in Haiti.

Foto: privat
Klaus G. Bartenbach mit D. K. Lee bei der RC Convention Birmingham

Auf die Frage, was wir Rotarier für unser Image und für unsere demografische Entwicklung von Rotary tun können, sagte Bartenbach: „Unser Club hat ein Durchschnittsalter von 55 Jahren. Wir sollten z.B. Rotaracter ab 40 Jahren, die etwas für Rotary bewegen können, aufnehmen. Wir sollten, wie in den USA, für Rotary werben und nicht starr an den Präsenzen festhalten. Berufstätige in diesem Alter haben wenig Zeit, und das Clubleben soll für beide Teile eine Bereicherung sein. Geben und nehmen, so wie ich das Netzwerk Gemeindienst und das berufliche Netzwerk achten und schätzen gelernt habe, so gebe ich meine Kraft für ein aktives Clubleben als Präsident und danach als Mitglied im Vorstand des Rotary Clubs Berlin-Schloss-Köpenick“.

Sein persönlicher Wunsch für ein aktives rotarisches und ein gemeinsames rotarisches Leben ist, dass der Weltverband die Übernahme der deutschen Sprache und die Einbeziehung des deutschsprachigen Kulturkreises in die aktive rotarische Weltgemeinschaft aufnimmt. Seine Erfahrungen bei der Teilnahme an den Word Conventions in Salt Lake City, LosAngeles und Birmingham sowie seine persönlichen Gespräche mit den Weltpräsidenten Bill Boyd und D.K. Lee zeigten ihm, dass Europa bei Rotary International unterrepräsentiert ist und dass in alle Sprachen übersetzt wird, nur nicht in Deutsch. Das führt auch dazu, dass nur wenige deutsche Rotarier Interesse an einer so wichtigen Teilnahme haben. Die deutschen Rotarier sollten auch mehr in den Medien präsent sein, Werbung in den Medien schalten, wie in den USA, und vor allem bei abgeschlossenen rotarischen Projekten, wie dem Umbau von Kindergärten sowie die Unterstützung von Schulen, das rotarische Logo am Objekt anbringen.

„Wir Rotarier waren hier und haben geholfen: siehe die ZDF Berichterstattung über die Shelterbox-Aktion in Haiti“, so Klaus Bartenbach zum Abschluss des Interviews.

RR