Rainer Letsch engagiert sich für Grundschüler in Reinickendorf

Metropolen sind anders – auch in der Medizin. Als größter kommunaler Krankenhauskonzern Deutschlands ist Vivantes heute Vorreiter einer sich im Wandel befindlichen Branche. Zum Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH gehören 9 Krankenhäuser, auch das Vivantes Humboldt-Klinikum. Das Vivantes Humboldt-Klinikum ist außerdem ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Hier leistet unser rotarischer Freund, Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Letsch, täglich als Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie seine beruflichen Aufgaben. Letsch findet immer die richtigen Worte, egal ob im OP, bei seinen Mitarbeitern oder Patienten. Leistung und Qualität stehen für Dr. Rainer Letsch nicht nur im beruflichen Leben im Mittelpunkt. Besonders in gesellschaftlichen Aufgaben wie bei Rotary engagiert er sich.

Geboren ist Rainer Letsch in Diez/Lahn und absolvierte die Schule in Bochum. 1970 begann er mit dem Studium der Medizin als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes in Bochum (Vorklinik). Es folgten Lübeck, Glasgow und Düsseldorf. Am 16.07.1976 legte er sein Staatsexamen ab und erhielt am 08.09.1977 die Approbation. Zusätzlich machte Letsch am 27.02.1977 das Amerikanische Examen ECFM/VQE.

Nach einigen Stationen als Assistenzarzt wurde er 1994 Leitender Oberarzt der Abteilung für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Essen, wo er sich 1994 habilitierte. Von 1995 bis 1999 war er Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie des Krankenhauses Am Urban in Berlin-Kreuzberg. Seit dem 01.07.1999 ist Dr. med. Rainer Letsch Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie des Humboldt-Klinikums der Vivantes GmbH in Berlin-Reinickendorf.

Seine rotarische Laufbahn begann 2001 als Gründungsmitglied des RC-Berlin Humboldt. Neben zahlreichen Vorstandsfunktionen war seine größte Herausforderung sein Amt als Präsident des RC-Berlin Humboldt von 2008/2009. Hier wurde unter anderem die Idee der Leseförderung aktiv durch den Club umgesetzt. So steht im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Engagements der Mitglieder im Rotary Club Berlin Humboldt u. a. die Förderung von pädagogischen Konzepten für Kinder und Jugendliche. Die Reineke-Fuchs-Grundschule in Berlin-Reinickendorf wurde mit dem Rotary-Projekt „Lesen lernen – Leben lernen“, kurz LLLL, die Lese- und Schreibfähigkeit von Grundschülern mit umfangreichen Buchpaketen gefördert.

Heute stellt sich Rainer Letsch unseren Fragen:

1. Warum sind Sie dem Service Club Rotary beigetreten?

Mich hat der Gedanke einer Gemeinschaft, die untereinander Freundschaft pflegt und zusätzlich gesellschaftlich Hilfsprojekte auf den Weg bringt, sehr angesprochen. Hinzu kam der Wunsch, „über den Tellerrand“ der eigenen beruflichen Perspektive hinaus mit Menschen aus ganz verschiedenen Tätigkeitsfeldern, die in der Regel in ihrem Arbeitsbereich Hervorragendes leisten, regelmäßig kommunizieren zu können. Die wöchentlichen Treffen mit ihren Vorträgen zu den unterschiedlichsten Themen und die gewachsenen persönlichen Freundschaften im Club haben diese Vorstellungen bestätigt.

2. Was würden Sie für die öffentliche Darstellung von Rotary vorschlagen?

Es ist wichtig, deutlich zu machen, wofür Rotary steht und dass es sich dabei nicht um einen Honoratiorenverein handelt, der sich gegenseitig auf die Schulter klopft und beglückwünscht, dazu zu gehören. Das heißt, Darstellung der Projekte und Ziele in den Medien, offenes Bekenntnis jedes Mitglieds zu ihrem/seinem Rotariersein und Deutlichmachung des Servicecharakters der rotarischen Gemeinschaft, sind wesentliche Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit.

3. Ist es schwerer Rotarier zu sein mit so einer verantwortungsvollen Funktion?

Verantwortung, insbesondere erfolgreich getragene Verantwortung, ist nicht schwer, sondern macht Freude.

4. Welches Engagement sollten die Rotarier besonders in Berlin und Bandenburg leisten?

Die bisherigen Projekte (z. B. die Studentenförderung polnischer Studierender in Berlin und Brandenburg oder die Beteiligung am Kampf gegen Polio) setzen nach meinem Kenntnisstand sowohl regional als auch überregional Akzente, die die Aktivitäten der Berliner und Brandenburger Rotarier deutlich werden lassen. Weitere, z. B. lokale Projekte, müssen den einzelnen Clubs vorbehalten bleiben. Insgesamt, so denke ich, zeigen die Berliner und Brandenburger Clubs bereits großes Engagement.

5. Was würden Sie gern unseren Rotaractern empfehlen, um bei Rotary aufgenommen zu werden und was sollte Rotary leisten, um den Nachwuchs für Rotary zu finden?

Da man sich bei Rotary nicht selbst bewerben kann, halte ich die berufliche Leistung im Zusammenhang mit einem deutlich sichtbaren sozialen Engagement für die wesentlichen Voraussetzungen, um Rotary auf sich aufmerksam zu machen und dadurch eine eventuelle Aufnahme zu ermöglichen.

RR