Gunter Fritsch, Präsident des Landtages Brandenburg

Gunter Fritsch, 1942 in Landsberg/Warthe geboren, besuchte von 1949 bis 1957 die Grundschulen in Tempelberg und Heinersdorf. Nach seiner Berufsausbildung zum Kfz-Schlosser mit Abitur ging er als Bausoldat zur NVA. Mit der Tätigkeit als Labormechaniker / Entwicklungsingenieur an der Akademie der Wissenschaften absolvierte Fritsch ein Fernstudium für Hochfrequenztechnik an der TU Dresden. Bereits 1990 engagierte sich Gunter Fritsch politisch als Landrat des Kreises Strausberg bei Berlin und wurde Mitglied der SPD. Von 1997 bis 1999 war er Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Brandenburg.

Seit 1999 ist er Mitglied des Präsidiums des Landtages Brandenburg und seit dem 13. Oktober 2004 Landtagspräsident. Brandenburg wählte am 27. September 2009 seine erste rot-rote Landesregierung und Gunter Fritsch wird mit 57 Ja-Stimmen von 86 gültigen Stimmen zum alten und neuen Landtagspräsidenten in seinem Amt bestätigt. Zu seinem Wahlkreis 31 gehören die Stadt Erkner, die Gemeinden Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin, Schöneiche bei Berlin und Woltersdorf. Sicher war sein politisches Engagement in der Region Brandenburg auch ausschlaggebend für seinen Eintritt in den größten Service Club der Welt. Rotary International begrüßte 2007 Gunter Fritsch als Mitglied des RC Brandenburg-Havel.

Seine Lebensaufgabe als Landtagspräsident sieht Fritsch auch in seinem attraktiven Berliner Umland mit einem attraktiven Wirtschaftsstandort in guter sozialer und kultureller Infrastruktur. „Um das Erreichte auszubauen, müssen Kinder eine gute Schul- und Ausbildung erhalten, Arbeitsplätze gesichert und neu geschaffen und das Ehrenamt unterstützt werden. Dafür will ich arbeiten,“ so Gunter Fritsch.

In seiner Rede zum Festakt in der Potsdamer Nikolaikirche erinnerte er an die friedliche Revolution in der DDR und den Mauerfall vor 20 Jahren. „Wir Deutschen sollten allerdings nicht vergessen, dass der Anstoß zu den Bürgerbewegungen im ehemaligen Ostblock, der zur Niederreißung des Eisernen Vorhangs geführt hat, mit der Solidarnosc von Polen ausgegangen ist“ und hob zudem die Bedeutung Polens bei der Wiedervereinigung hervor. Deutschland werde die „Unterstützung Polens beim Prozess der deutschen Einigung nicht vergessen,“ sagte der Landtagspräsident.

Wir sprachen mit unserem rotarischen Freund über sein Engagement bei Rotary.

1. Warum sind Sie dem Service Club Rotary beigetreten?

Die rotarischen Fragen nach Wahrheit, Fairness, Freundschaft und dem Wohl aller Beteiligten beschreiben ein Programm, das für die Verbesserung zwischenmenschlicher Lebensverhältnisse geeignet ist.

2. Was würden Sie für die öffentliche Darstellung von Rotary vorschlagen?

Tut Gutes und redet darüber! Viele Aktivitäten von Rotary werden zwar im Stillen erdacht, haben es aber verdient veröffentlicht zu werden.

3. Ist es schwerer Rotarier zu sein mit so einer verantwortungsvollen Funktion?

Nein, eher leichter. Die rotarischen Maßstäbe sind auch für öffentliche Ämter eine gute Orientierung.

4. Welches Engagement sollten die Rotarier besonders in Berlin und Brandenburg leisten?

Sie sollten Zukunft gestalten, in dem sie sich um die kommende Generation kümmern. Es gilt z. B. Kinderarmut abzubauen, mitmenschliche Werte zu vermitteln und zum aktiven Mittun zu motivieren.

5. Was würden Sie gern unseren Rotaractern empfehlen, um bei Rotary aufgenommen zu werden und was sollte Rotary leisten, um den Nachwuchs für Rotary zu finden?

Wer die Ursachen für Unzulänglichkeiten zuerst bei sich statt bei anderen sucht, wird automatisch eigene Initiativen starten, sich für öffentliche Anliegen engagieren, statt seine Ellbogen nur für eigene Interessen einzusetzen.

RR