Prominente und engagierte Rotarier im Distrikt 1940

Dr. Klaus Niemann, RC Schwedt

von Ralf Rachfahl

Dr. Niemann
Foto: Promo

Die PCK Raffinerie GmbH Schwedt/Oder gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Unternehmen Brandenburgs. PCK ist eine Konsortialraffinerie der Mineralölgesellschaften Ruhr Oel GmbH (37,5%), Shell Deutschland Oil GmbH (37,5%) und AET-Raffineriebeteiligungsgesellschaft mbH (25%). Hier ist seit dem 1. September 2002 Dr. Klaus Niemann Mitglied der PCK-Geschäftsführung und wurde im Januar 2003 Sprecher der Geschäftsführung.

Ein Mann aus dem Westen, mit viel Erfahrung und Engagement, denn seit seinem Studium der Chemie und seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung Mülheim/Ruhr ist Niemann der Öl-Industrie treu geblieben. Nach Stationen bei der Veba Oel AG, Gelsenkirchen, Kohleöl-Anlage Bottrop GmbH, Ruhroel Raffinerie Gelsenkirchen und Münchsmünster/Oberbayern zog es ihn nach Schwedt an der Oder. "Ich weiß, dass mich in Schwedt eine höchst motivierte und engagierte Mannschaft und eine sehr professionell geführte und wettbewerbsfähige Raffinerie erwartet. Ich bin sehr gespannt auf die Menschen in der Uckermark, die Arbeit in der Raffinerie und die Landschaft", äußerte sich Dr. Klaus Niemann gegenüber der PCK-Mitarbeiterzeitung.

Aber Dr. Klaus Niemann ist nicht nur aktiv im PCK Schwedt tätig, er ist Vizepräsident der IHK Ostbrandenburg und seit 2002 aktives Mitglied bei Rotary International. So wünscht sich Dr. Klaus Niemann mehr Engagement und Solidarität der ganzen Region, um in der Uckermark bestmögliche Standortbedingungen zu schaffen und sagte:“ Wir brauchen gute Schulen, gute Schulabgänger, gute Ärzte und ein gutes Umfeld."

Wir sprachen mit ihm über seine Vorstellung bei Rotary-International:

Seit wann sind Sie Mitglied bei Rotary International ?

Ich bin seit 2002 im Rotary Club Schwedt und war bereits zwei Mal Präsident und bin in diesem Jahr verantwortlich im Vorstand als Clubmeister.

Wie wird der Deutsche Aktionstag „Kampf gegen Kinderlähmung“ von Ihnen bewertet?

Eine gelungene Aktion, Rotary in Deutschland in seiner Gesamtheit als Service-Club zu beleben. Dabei zusätzlich ein interessanter Gradmesser, ob und wie einzelne Clubs – und auch Distrikte – für Rotary Deutschland zu aktivieren sind.

Was verbinden Sie mit der Mitgliedschaft im größten Service Club Rotary?

Zunächst lebt man als Rotarier im örtlichen Club und ist an dessen Entwicklung interessiert. Die Bindung an die übergeordnete Organisation muss sich entwickeln und hängt von vielen Randbedingungen, wie Umfeld im Distrikt, eigene zeitliche Verfügbarkeit, Interesse an speziellen Aufgaben etc., ab. Ich denke, das erlebt jeder Rotarier sehr individuell, wobei die meisten das örtliche Clubleben im besonderen Focus haben.

Was sollte ein Rotarier tun, um Rotary in der Öffentlichkeit darzustellen?

Neben des „Tragens der Nadel“ ist die persönliche Beteiligung an Projekten, insbesondere „hands on“- Aktionen, ein Muss. Die Geldspende ist notwendig, aber nicht ausreichend. Darüber hinaus benötigt jeder Club einen sehr aktiven Pressebeauftragten, gerade in Ostdeutschland ist das Bild des Rotariers noch häufig sehr diffus.

Da Rotary mit dem Nachwuchs Probleme hat, was sollte Rotary unternehmen, um jüngere Mitglieder zu werben?

Die Partnerschaft mit bzw. die Gründung eines Rotaract-Clubs ist ein Weg, das Thema „Aufnahme von Damen“ ist in zu vielen Clubs noch nicht konkret genug thematisiert. Darüber hinaus müssen regelmäßige Neuaufnahmen das Entstehen von „Stammtischen“ vermeiden helfen und zur Verjüngung beitragen.

Was sind Ihre persönlichen Ziele und Wünsche für Rotary?

Es sollten mehr interessante neue Projekte zur Clubentwicklung und positiven Verbreitung der rotarischen Idee in der Öffentlichkeit gefunden werden und da ich sehr gern Rotarier bin, sollten die Clubmeetings und Clubreisen mit einem Schuss Spaß verbunden werden.

Wir bedanken uns für das Gespräch und freuen uns auf Ihre weiteren Anregungen und Informationen aus dem Clubleben des Distriktes 1940.

Amtsübergabe 2006/2007, Foto: RC Schwedt