Prominente und engagierte Rotarier im Distrikt 1940
Carsten Hädler
von Ralf Rachfahl
Es gibt viele Rotarier, die sich mit Herz und Seele dem Servicegedanken von Rotary International verschrieben haben und wie so oft mit ihren Leistungen unerwähnt bleiben. Das Online-Magazin „Rotierende Seiten“ möchte Abhilfe schaffen und stellt dafür redaktionellen Platz zur Verfügung. Alle Rotary Clubs bemühen sich, ihr hervorragendes soziales Engagement in die Medien zu bekommen, aber dies ist sehr schwer, da seit Jahren versäumt wurde, die Öffentlichkeit über die großen Verdienste von Rotary zu informieren. Wolf Rainer Hermel, Governor 2008/2009, brachte es auf den Punkt: „Wir haben noch viele dicke Bretter zu bohren, um von den Medien wahrgenommen zu werden“.
Heute stellen wir Carsten Hädler (40), leitender Redakteur der ProsiebenSat.1 Media AG, vor.
Begegnet bin ich Carsten Hädler zum ersten Mal im Januar 1992, kurz vor dem Europäischen Presse- und Funk Ball in Berlin. Im Auftrage des Deutschen Journalisten-Verbandes Berlin war ich für das Gastland Ungarn verantwortlich und so koordinierte ich auch die Interviews von Gyula Horn, Ehrengast des Presseballs und zu dieser Zeit Außenminister a.D..
Der Weg führte mich zum Privatsender 100,6, wo Carsten Hädler nach seiner Ausbildung zum Redakteur an der Deutschen Journalisten Schule München in Zusammenarbeit mit der Berliner Journalistenschule als erster Hubschrauber-Reporter arbeitete. Der Beginn einer langen Bekanntschaft und später rotarischen Freundschaft. Carsten Hädler musste im Auftrag von Georg Gafron das Interview durchführen und das mit Erfolg. Kein Wunder, ist doch sein Vater, Dr. rer. Pol. Dipl.-Kfm Christian Hädler, Herausgeber und Geschäftsführer a.D. vom „DER TAGESSPIEGEL“ und selbst Rotarier seit 1992.
Carsten Hädler war von 1991 bis 1993 Aufbauredakteur, Polizei- und Gerichtsreporter, zum Schluss Chef vom Dienst beim ersten privaten deutschen Nachrichtenradio INFO 101 in Berlin. Von 1993 bis 1995 Aufbauredakteur, Moderator, Polizei- und Gerichtsreporter und ab Mitte 1994 Chefreporter beim privaten Berliner Lokalfernsehen IA Fernsehen. Ab 1995 verantwortete er als Lokalchef und Redaktionsleiter den Bereich Aktuelles. Im November 1995 wechselte Carsten Hädler zu Sat.1 als Reporter für die Nachrichtensendung „18:30“. Sein Einsatzgebiet erstreckte sich über die ganze Welt. Er berichtete über den Bosnien-Krieg, über den Nordirland-Konflikt und andere Krisenherde. Dazu kamen regelmäßige Vertretungen in den Sat.1-Korrespondentenbüros Washington, London und Jerusalem. Mit dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin wechselte er im April 1999 in die Sat.1-Parlamentsredaktion als stellvertretender Redaktionsleiter. Im Mai 2000 ging es dann als Sat.1-Europakorrespondent in die EU-Hauptstadt Brüssel. Durch die Fusion von ProSieben und Sat.1 zur ProsiebenSat.1 Media AG wurde Hädler Studioleiter des Europastudios Brüssel für die Sender Sat.1, Pro7, Kabel 1 und den Nachrichtenkanal N24. Im Juli 2003 kehrte er nach Berlin als Leitender Redakteur / Reporter mit besonderen Aufgaben zurück. Unter anderem baute er eine Reportage-Redaktion bei dem Nachrichtensender N24 mit auf. Im Oktober 2003 startete die Sendung „Sandmann&Hädler – Die Reportage auf N24“. Inzwischen ist für Carsten Hädler neben den Reportagen der Einsatz auf den N24-Satellitenübertragungswagen ein fester und wichtiger Bestandteil seiner Arbeit geworden, denn mit der neuen Technik kann sehr viel schneller von den Brennpunkten in Deutschland und Europa berichtet werden. So bleibt er seinem journalistisches Motto treu: „MIT und FÜR den Zuschauer.“
2007 wurde Carsten Hädler Mitglied beim Rotary Club Potsdamer Platz und da ich seit 2008 Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit bei Rotary International Distrikt 1940 bin, dem drittgrößten in Deutschland, hoffte ich auf aktive Unterstützung und ich wurde nicht enttäuscht. Hädler half mit seinem Wissen und seinem Engagement bei der Vorbereitung der Distriktkonferenz 2009, drehte einen Beitrag über den Besuch des indischen Ehrengastes (im Auftrag des Weltpräsidenten bei der Distriktkonferenz), die Ämterübergaben der Governor Wolf Rainer Hermel und Dieter Brand, und sendete seinen Beitrag bei N24.
In unserem Gespräch wollte ich aber noch mehr erfahren. Was kann ein aktiver Journalist für Rotary tun und wie sieht sein Clubleben aus? „Über meine vielfältigen journalistischen Kontakte kann ich für Rotary-Initiativen und Projekte Aufmerksamkeit schaffen und Anstöße geben. Kollegen darauf aufmerksam machen, dass es Projekte gibt, wie den Kampf gegen Polio, über die es es wahrlich wert ist zu berichten“, so Carsten Hädler. Und über seinen RC Potsdamer Platz sagte er: „Unser RCPP hat sich aktiv für den Ausbau eines Jugendklubs im sogenannten Berliner Problembezirk Neukölln eingesetzt. Gemeinsam unterstützt der Club dort eine Schule bei der Renovierung, die unsere Mitglieder selbst durchführen, sowie dem Ausbau der Bibliothek. Desweiteren haben wir in einer Kiez-Begegnungsstätte einen Grill selbst gebaut. Wir unterstützen schwer vermittelbare Jugendliche bei der Berufsauswahl oder machen sie fit für Bewerbungsgespräche. Jugendliche, die angeblich keine Perspektive haben, werden vom RCPP in fiktiven Bewerbungsgesprächen auf eine mögliche Zukunft vorbereitet“.
Zum Schluss bat ich Carsten Hädler, uns bei der Vorbereitung und Durchführung des Aktionstages „Kampf gegen Kinderlähmung“ am Samstag, 24. Oktober 2009 in Deutschland behilflich zu sein und die Antwort kam wie erwartet. „Mein persönliches Ziel für Rotary ist die Weiterentwicklung dieser einzigartigen Gemeinschaft. Rotary muss auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft sein. Diese Stetigkeit gilt es zu erhalten und weiterzuentwickeln“, so sein persönliches Ziel bei Rotary.
Wenn wir weiter so viele aktive Journalisten und Rotarier in unseren Distrikt bekommen, hoffe ich, dass die Wahrnehmung von Rotary in der Öffentlichkeit Früchte trägt. Wie sagte Governor Hermel: „Wir haben noch viele dicke Bretter zu bohren, um von den Medien wahrgenommen zu werden“. Dann liebe aktive rotarische Journalisten, holen Sie mit mir die Bohrmaschinen aus dem Keller und bohren für den deutschlandweiten Aktionstag „Kampf gegen Kinderlähmung“ am Samstag, 24. Oktober 2009.