Werner Gegenbauer

von Ralf Rachfahl

Gegenbauer
Werner Gegenbauer

Mit der Septemberausgabe 2009 starten wir mit der Vorstellung „Prominenter Rotarier“ in Deutschland. Mit großer Freude beginnen wir mit der Vorstellung des Berliners Werner Gegenbauer (59).

Ende August 2009 traf ich mich mit Werner Gegenbauer in seinem Büro in Berlin-Kreuzberg, um über seine Mitgliedschaft im weltgrößten Service-Club Rotary International zu sprechen.

Seit 1986 ist Gegenbauer Rotarier. Von 1986 bis 2007 war Werner Gegenbauer im RC Berlin-Spree und von 1995 bis 1996 Präsident dieses Clubs. Seine größte Herausforderung war die Gewinnung von Dr. Richard von Weizsäcker, Bundespräsident a.D., als Ehrenmitglied im Rotary Club Berlin Spree. Seit 2007 ist Werner Gegenbauer im RC Berlin-Alexanderplatz und übernahm die Vorstandsfunktion Berufsdienst im rotarischen Jahr 2009/2010.

Werner Gegenbauer ist eine bekannte Persönlichkeit auch durch seine Funktionen als ehemaliger Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer, als Präsident von Herta BSC oder als Mitglied des Wirtschaftsbeirates des Landessportbundes Berlin, wo er erfolgreich die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 nach Berlin holte.

Werner Gegenbauer war und ist ein Unternehmer. In seiner heutigen Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gegenbauer Holding SA & Co.KG führten wir das Gespräch in einer sehr entspannten Atmosphäre. Ein Rotarier mit Vorbildwirkung. Unauffällig und ohne besondere Gewohnheiten oder große Autos, ist er trotz seiner großen Verantwortung nicht der typische Unternehmer im Nadelstreifen, er ist einfach bodenständig. So konnte ich mir die Fragen nicht verkneifen, wie man einen Rotarier erkennt, der seine Nadel nicht trägt und warum er Rotarier geworden ist? „Als ich 1986 die Leitung der Unternehmensgruppe Gegenbauer von meinem Vater Carl Gegenbauer übernommen habe, wurde ich gefragt, ob ich Rotarier werden möchte und ich zögerte nicht. Dieser Service Club verfügt über ein positives Image und ein großes Netzwerk. Natürlich bin ich auch Rotarier geworden, um mit Rotariern geschäftlich zusammenzuarbeiten“, so Gegenbauer. Das er heute seine Nadel nicht trägt, begründete er mit dem Tragen seiner Lederjacke. Man nimmt es ihm ab, denn in seinem Unternehmen genießt Gegenbauer eine hohe Wertschätzung und es sind nicht wenige Mitarbeiter, die im Unternehmen Gegenbauer beschäftigt sind.

Seit seiner Gründung 1925 als Unternehmen für Glas- und Messingreinigung in Berlin, wurde das Unternehmen Stück für Stück erweitert. Heute arbeiten 15000 Mitarbeiter in 40 Niederlassungen und Servicestandorten in Deutschland. Schwerpunkte sind die Bereiche Sicherheitsdienst, Facility Management für das Gesundheitswesen und Wohnungswirtschaft sowie die Sport- und Veranstaltungsstätten wie Velodrom und Max-Schmeling-Halle. 2008 hatte das Unternehmen Gegenbauer einem Jahresumsatz von 329 Mio. Euro.

Seine gesellschaftliche Arbeit sieht Gegenbauer aber nicht nur bei Rotary. Seit Jahren unterstützt die Unternehmensgruppe Gegenbauer gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Durchführung der Sommercamp-futOUR. In diesen Sommercamp-futOUR lernen und erholen sich 85 Berliner Hauptschüler aus 25 Berliner Schulen und bereiten sich auf den Start ins Berufsleben vor. „Wir unterstützen das jährlich mit einer sechsstelligen Summe, weil uns die Jugendarbeit in unserem Unternehmen sehr am Herzen liegt“, so Werner Gegenbauer.

Auch für die Rotarier hat er einen Vorschlag, denn auch hier kann sehr viel für die Jugendarbeit getan werden, nicht nur in den Projekten wie „4L – Lesen lernen Leben lernen“. So bei den Interactern (14 - 18 Jahre) und bei den Rotaractern (18 – 30 Jahre). „Leider werden die Rotaracter nicht automatisch bei Rotary aufgenommen, es besteht keine natürliche Verbindung“, so Werner Gegenbauer. Werner Gegenbauer ist verheiratet und hat drei Kinder.

Werner Gegenbauer Werner Gegenbauer
© Piero Chiussi, Werner Gegenbauer beim Nach-
treffen des Sommercamps "futOUR 06".
© Piero Chiussi, Werner Gegenbauer beim Nachtreffen des Sommercamps "futOUR 06".