Prominente und engagierte Rotarier im Distrikt 1940
Vera Gäde- Butzlaff
von Ralf Rachfahl
Vera Gäde-Butzlaff wurde 1954 in Bad Gandersheim, Niedersachsen geboren und ist seit Februar 2007 Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigung (BSR). Damit hat sie im hart umkämpften Markt der Führungspositionen eine Rolle, in der man ansonsten leider immer noch meist Männer findet.
Nach ihrem Abitur in Wolfsburg ging sie zum Studium der Rechtswissenschaften an die Freie Universität Berlin. Nach ihrer Zeit als Richterin am Verwaltungsgericht in Berlin zog es sie als Vorsitzende Richterin an das Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder. Ab 1998 wechselte Vera Gäde-Butzlaff in den Bereich Umwelt und Landwirtschaft, erst als Ministerialdirigentin und dann als Staatssekretärin für Umwelt und Landwirtschaft ins Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt.
Im Januar 2003 ging es wieder nach Berlin, sie wurde Vorstandsmitglied der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), zunächst verantwortlich für Müllabfuhr und Verwertung. Ab 2004 fiel dann auch die Straßenreinigung in ihr Fachressort. Auch als Vorstandsvorsitzende hat Frau Gäde-Butzlaff die Gesamtverantwortung für die operativen Dienstleistungen der BSR. Außerdem engagiert sie sich als Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Verbandes kommunaler Abfallwirtschaft und Stadtreinigung.
So wie ihre Vorgänger bei der BSR Rotarier waren, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie auf eine Mitgliedschaft bei Rotary angesprochen wurde. Neu war ihr der Serviceclub nicht, da sie bereits aus ihrem persönlichen Umfeld Rotarier kannte. Bedingung einer Mitgliedschaft war eine gute Mischung von Männern und Frauen und so sah sich Frau Gäde-Butzlaff im RC Berlin Alexanderplatz am besten aufgehoben und wurde 2004 Mitglied.
Im Interview mit „Rotierende Seiten“ sagte Frau Gäde-Butzlaff: „In einer Führungsposition ist die Sicht über den Tellerrand sehr wichtig. Vermitteln können das qualifizierte Vorträge und persönliche Gespräche in den rotarischen Meetings. Auch das Netzwerk von Rotary ist von großer Bedeutung und all das finde ich im RC Berlin Alexanderplatz“. Wir sprachen über die Alterstruktur von Rotary, über Probleme der Mitgliederwerbung, der Berufsgruppen, soziale Engagements bis hin zu rotarischen Erkennungsmerkmalen, wie das Tragen der rotarischen Nadel. Unsere rotarische Freundin Gäde-Butzlaff ist stolz, Rotarierin zu sein und engagiert sich im Vorstand des RC Berlin-Alexanderplatz im Bereich Internationaler Dienst.
Engagement für junge Menschen ist ihr dabei nicht nur als Vorstandvorsitzende der BSR wichtig. Als Rotarierin empfiehlt sie den Rotaractern nach dem normalen Ausscheiden bei Rotaract (18 – 30 Jahre) für eine Aufnahme bei Rotary zu kämpfen, um einen nahtlosen Übergang zu schaffen. Auch die Berliner Stadtreinigung engagiert sich besonders für die Jugend- und Sozialarbeit. Das Unternehmen bietet über den eigenen Bedarf an Nachwuchs hinaus jungen Menschen qualifizierte Ausbildungsplätze an. Darüber hinaus werden seit 2003 Jugendliche, die ansonsten auf dem Arbeitsmarkt keine Chance hätten, bei der BSR qualifiziert In dieser Qualifizierung erlernen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie benötigen, um dann in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen oder in einer betrieblichen Ausbildung arbeiten zu können. Aber auch in der Stadt ist die BSR aktiv, unterstützt die Roten Nasen, das FEZ Wuhlheide, die Jugendförderung beim 1. FC Union und den Füchsen Berlin, um nur einiges zu nennen.
Eine Herzensangelegenheit - nicht nur für die Vorstandsvorsitzende, sondern, auch für die Beschäftigten der BSR - ist die Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei GmbH (DKMS). So konnten zwei BSR-Mitarbeiter bereits als Knochenmarkspender Leben retten.
Zum Abschluss des Gespräches sagte Frau Vera Gäde-Butzlaff einen bemerkenswerten Satz, der alles beinhaltet:„Eure Stadt ist euer Zuhause – jeder und jede sollte sich hier so verhalten, dass wir uns alle wohlfühlen können. Dazu gehört eine saubere Stadt ebenso, wie das soziale Engagement von Unternehmen und das bürgerschaftliche Engagement, also die Einsatzbereitschaft vieler Berlinerinnen und Berliner.