Der Staubsauger Rowenta Air Force All-in-One 460 im Test

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Der eine mag es, der andere hasst es, aber (fast) jeder tut es: Staubsaugen. Staub, Krümel, Haare oder sonstige Schmutzpartikel – im Haushalt und auch im Auto sammelt sich so einiges an, was gereinigt werden sollte. Doch welcher Staubsauger ist der richtige? Im Handel ist die Auswahl groß: Modelle mit und ohne Beutel, mit Kabel oder Akku, reine Handstaubsauger oder auch spezielle Exemplare für Allergiker und Tierbesitzer.

Wir haben uns auf die Suche nach einem Staubsauger begeben, der praktisch alles vereint: Ein Sauger, der den Teppich genauso gut reinigt wie glatte Böden, der sich ohne lästiges Kabel wendig um die Kurven schieben lässt und bei Bedarf schnell zum Handstaubsauger umfunktioniert werden kann. Zusätzlich wollten wir ein Modell ohne Beutel, mit geringer Lautstärke und hoher Saugkraft. Zu viele Wünsche auf einmal? Mag sein. Aber wohl nicht für den Rowenta Air Force All-in-One 460, der all unsere Anforderungen erfüllen soll. Und so haben wir diesen Staubsauger ausführlich getestet.

AUSSTATTUNG UND VERARBEITUNG

MODELL
• RH9286 WO

TECHNISCHE DATEN
• Gewicht: ca. 1,7kg
• Akku: Lithium-Ionen
• Spannung: 21,9 V
• Ladezeit: 3 Std.
• Betriebszeit Ø: 20 min
• Leistungsstufen: 2
• Technologie: Zyklon
• Volumen Behälter: 0,4L

PREIS
• UVP: 439,99 Euro

Bereits der Name des kabellosen Akku-Staubsaugers ließ unsere Erwartungen hoch ausfallen. Es muss ja schließlich einen Grund geben, warum man den Staubsauger nach dem wohl bekanntesten Flugzeug der Welt benennt – der Air Force One.

Das Gerät sieht optisch spektakulär aus und wird mit überraschend viel Zubehör geliefert. Eine Universaldüse und zehn weitere verschiedene Aufsätze stehen bereit, um den Schmutz auf unterschiedlichsten Materialien zu entfernen.

Weiterhin sind ein waschbarer Schaumstoff-Filter, ein Netzkabel, eine Ladestation mit zwei Steckplätzen für Zubehör sowie eine Bedienungsanleitung im Paket enthalten. Selbst die Bedienungsanleitung ist auffällig, denn sie besteht nur aus Bildern. Das kann man mögen, muss man aber nicht.

Die Ladestation dient zusätzlich als Wandhalterung, so können der Staubsauger sowie zwei Zubehörteile an der Wand aufbewahrt werden. Das ist an sich ganz praktisch, für die restlichen Möbelbürsten muss man aber einen anderen Platz finden.

Das Gerät und alle Zubehörteile sind hochwertig verarbeitet. Steckt man die Verlängerungsrohre plus passende Düse an das Handgerät, wird der Rowenta Air Force zum Bodenstaubsauger. Entfernt man die Rohre, wird er ein Handstaubsauger. Alle Möbelbürsten können am Handgerät selbst und unten am Rohr eingesetzt werden. Das finden wir sehr praktisch, denn damit wird der Staubsauger besonders flexibel. Das Anstecken der Bürsten geht mit dem Klicksystem sehr einfach und der Staubsauger ist in jeder Form stabil.

Handhabung und Saugleistung

Der Akku

Drei Stunden muss der Akku aufgeladen werden, dann ist der Air Force All-in-One einsatzbereit. Wie lange der Akku hält, hängt von der gewählten Leistungsstufe und Einsatzart ab. Als Handstaubsauger und in Standardleistung kann man rund 30 Minuten saugen. Als Bodenstaubsauger reduziert sich die Zeit auf rund 20 Minuten. Verwendet man beim Bodensauger die Boost-Stufe (die Saugkraft erhöht sich damit), saugt man nur noch rund 12 Minuten. In unseren Tests erwies sich aber die Standardleistung als ausreichend, die Boost-Funktion mussten wir nur selten benutzen. Neigt sich die Akku-Leistung dem Ende zu, wird dies durch blinkende LED-Lichter angezeigt.

Verwendung als Handstaubsauger

Rowenta Air Force All-in-One 460
Foto: MR
Noch schnell den Staub im Testwagen entfernen.

Zuerst haben wir den Air Force All-in-One als Handstaubsauger ausprobiert. Mit rund 1,7 Kilogramm kann er leicht mit einer Hand getragen werden. Der Start-Schalter liegt gut erreichbar an der unteren Seite des Griffs. Ein kurzes Betätigen ist ausreichend und der Staubsauger legt in einer angenehmen Lautstärke los. Gerade im Auto erwies sich der Rowenta Air Force All-in-One als Multitalent. Die mitgelieferten Aufsteckdüsen sind so vielseitig, dass man für jedes Material und jeden Schmutz die passende Reinigungsdüse findet. So gibt es beispielsweise eine Düse für Textilien, mit der wir sämtliche Haare und Krümel von den Sitzen bekamen. Die Delta-Düse ist praktisch, um die Ecken der Fußböden zu reinigen. Mit einer extra-weichen Bürste haben wir uns sogar an den Monitor im Auto gewagt. Der Staub war schnell weg, der Monitor unversehrt.

Einsatz als Bodenstaubsauger

Um Fußböden zu saugen, verwandelt man mit wenigen Handgriffen den Staubsauger in einen Bodensauger. Hier verwenden wir gerne die Universalbürste. Die Bürste ist motorisiert (bis zu 6.500 Umdrehungen pro Minute) und kann auf Teppichen, Auslegware oder auch auf Fliesen eingesetzt werden. Da sie klein und flach ist (25 cm breit x10,5 cm tief, ca. 6 cm hoch), funktioniert das Absaugen auch unter Möbeln sehr gut, ohne anzustoßen. Zudem kann sich die Düse durch den flexiblen Schlauch zur Seite neigen und der Staubsauger lenkt sich fast von selbst um Kurven und Gegenstände. Ganz praktisch und auch optisch schön sind die integrierten LED-Lampen, die bei schwachen Lichtverhältnissen die Düse zum Leuchten bringen. Der Staub auf dunklen Flächen, z.B. unter Schränken oder der Couch, wird so gut sichtbar.

Saugleistung

Normale Verschmutzungen hat der Rowenta sehr gut und vor allem schnell beseitigt. Nun wollten wir noch wissen, wie gut der Air Force All-in-One bei hoher Dreckbelastung funktioniert. Dafür haben wir einen kleinen Teppich ausgelegt und darauf großzügig Sand verteilt. Auch hier konnte uns der Rowenta überzeugen, der Sand wurde in einem Zug aufgesaugt. Dafür mussten wir noch nicht einmal die Boost-Stufe verwenden.

REINIGUNG DES STAUBSAUGERS

Der Behälter des Staubsaugers hat ein Volumen von 400 Millilitern und befindet sich direkt im Handteil. Obwohl er in dunkler Farbe gehalten ist, kann man bei näherer Betrachtung sehen, wann er entleert werden muss. Die Entleerung geht einfach und der Behälter kann anschließend zusätzlich unter fließendem Wasser von Schmutzresten bereit werden. Auch der Filter ist abwaschbar. Nach unserem Experiment mit Sand und Laub war dies auch dringend notwendig. Gut ist auch, dass die Bürstenrolle der Universaldüse abnehmbar ist. Damit kann man sie leicht von Schmutz und Haaren befreien.

UNSER FAZIT

Für uns trägt der Air Force All-in-One 460 seinen Namen zurecht. Mit wenigen Handgriffen ist das Gerät ein Bodensauger, bei Bedarf schnell ein Handstaubsauger. Die mitgelieferten Zubehörteile sind so vielseitig, dass wir für jedes Material die passende Bürste gefunden haben. Gerät und Zubehör sind zudem hochwertig verarbeitet. Von der Reinigungsleistung sind wir begeistert, selbst eine Menge Sand stellt für den Air Force All-In-One kein Problem dar. Nur die Lautstärke erinnert in keinster Weise an ein Flugzeug. Der Staubsauger arbeitet nämlich relativ leise. Will man unbedingt einen Nachteil finden, dann wäre es, dass man nur zwei Zubehörteile in der Halterung verstauen kann. Für alle anderen muss man einen separaten Platz finden. Unsere Ansprüche erfüllt der Air Force All-in-One 460 jedenfalls voll und ganz.

von Livia Rachfahl