Jaguar XF Sportbrake ist eine flinke Katze

Im Januar 2018 berichtete ich bereits über die zweite Generation Jaguar XF Sportbrake (Beitrag hier nachlesen). Wie versprochen, hatte ich mich bemüht, den Jaguar XF Sportbrake etwas länger auf Berliner und Brandenburger Straßen zu testen. Das ist mir im August 2018 gelungen. Hier ist mein Bericht.

Fakten des Testfahrzeuges

Unser Testfahrzeug, der Jaguar XF Sportbrake in Gallium Silver, ist ein Kombi und wurde im Mai 2018 zugelassen. Seine Außenmaße betragen: 4,95 Meter Länge, 2,09 Meter Breite, 1,49 Meter Höhe mit einem Radstand von 2,96 Metern. Der Motor, ein 4-Zylinder-Turbobenziner, besitzt eine Leistung von 184 kW (250 PS) mit Heckantrieb. Der Grundpreis liegt bei 57.560 Euro. Serienmäßig sind bereits dabei: 8-Gang-Automatikgetriebe, Berganfahrhilfe, Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC), intelligent Start/Stop-System, elektrische Heckklappe, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Heckleuchte in LED, 18-Zoll-Räder mit Doppelspeichen, 2-Zonen-Klimaautomatik, Multifunktions-Lederlenkrad, Touch Infotainment-System mit 8-Zoll Touchscreen-Farbdisplay Protect sowie weitere nützliche Ausstattungsmerkmale. Mit den zusätzlichen Sonderausstattungen, die vorwiegend durch Ausstattungspakete bestehen, kommt der Jaguar XF Sportbrake auf einen Komplettpreis von 83.121 Euro.

Fahren im Alltag

Bereits beim Einsteigen fällt die englische Qualitätsarbeit im Innenraum auf. Beim Starten wird der Fahrer nicht nur am Farbdisplay begrüßt, sondern der Drehknopf fährt aus dem Mitteltunnel heraus. Mit diesem Drehknopf wird das Automatikgetriebe gesteuert. Die Sitze sind bequem und lassen auch längere Fahrten zu. Der Kofferraum beträgt 565 Liter im normalen Zustand und wenn die Rückbank umgelegt ist, stehen 1.700 Liter zur Verfügung. Bereits bei 565 Liter konnte ich mein Golfbag bequem verstauen.

Die 1.770 Kilogramm Leergewicht lassen sich, wie bei einer Raubkatze zu vermuten ist, leicht und schnell fahren. In 6,7 Sekunden sprintet der Jaguar von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 241 km/h (Werksangaben). Sein Verbrauch (kombiniert) wird in den Werksangaben mit 7,6 Liter Pro 100 Kilometer angezeigt. Ich verbrauchte bei meinen Fahrten 8,9 Liter. Mit der Tankfüllung von 74 Liter Superbenzin können aber locker knapp 1000 Kilometer gefahren werden.

Das Head-Up-Display ist eine wunderbare Errungenschaft. Der Fahrer erhält alle notwendigen Informationen auf die Frontscheibe gespiegelt und kann den Blick auf die Straße behalten. Dumm ist nur, dass auch hier die richtige Verkehrszeichenerkennung, wie bei anderen Marken, nicht richtig funktioniert. Es werden 30iger Zonen, die eine Zeitbegrenzung haben, oder Tempolimits auf Autobahnen (Zufahrt Berlin-Pankow), nicht richtig dargestellt.

Spannend ist das Activity Band, das im Handschuhfach herumlag. Erst bei einer Nachfrage wurde mir die Funktion erklärt. Der Autoschlüssel verbleibt im Auto und das Activity Band wird wie ein Armband am Handgelenk getragen. Das Activity Band funktioniert dann als Schlüssel. Für Sportbegeisterte oder Freizeitsportler, die Schwimmen oder tauchen gehen wollen, ist das eine tolle Erfindung. Denn gerade in Freibädern, wo die Kleidungsstücke nicht verschlossen werden können, ist das eine feine Sache. Es funktioniert, man muss nur die persönliche Angst überwinden.

Fazit

Der Jaguar XF Sportbrake ist ein praktischer Kombi und eine gute Ergänzung zur Jaguar Limousine. Obwohl der Trend zum SUV geht, ist der XF für mich eine sportliche und praktische sowie preiswerte Alternative, wenn man auf bestimmte Zusatzpakete verzichten kann.

von RR