Beim Seat Arona ticken die Uhren anders

Am 4. November 2017 fand in Deutschland die Markteinführung vom Seat Arona statt (Beitrag hier nachlesen) und ich hatte bereits erste Erfahrungen in Barcelona gesammelt. Jetzt wollte ich den kleinen SUV mit dem 1.0 EcoTSI, 7-Gang-DSG und 85 kW (115 PS) im Großstadtdschungel testen. Hier sind meine Erfahrungen:

Was der Käufer wissen sollte

Kurz nach der Markteinführung erhielt der Seat Arona den begehrten Red Dot Award 2018 für das beste Produktdesign. Für mich eine wichtige Information zur Wertigkeit des Fahrzeuges. Hinzu kommt, dass der kleine SUV aus Spanien mit seinen 4.138 mm Länge, 1.78 mm Breite und 1.543 mm Höhe wendig und komfortabel auf Berliner Straßen fährt.

Bereits die Serienausstattung bei der höchsten Ausstattungsstufe „XCELLENCE“ zum Basispreis von 23.120 Euro ist sehr gut. Kommen noch Leichtmetallräder „Performance 26/1“, Parklenkassistent mit Ultraschall-Einparkhilfe vorne und hinten inklusive Rückfahrkamera, Voll-LED-Scheinwerfer und das Connectivity-Paket Plus hinzu, sieht das Fahrzeug nicht nur top aus, sondern fährt auch sicher durch Berlin. Der Wermutstropfen liegt leider beim Gesamtpreis des Testfahrzeuges bei 28.714 Euro. Ein ziemlicher Batzen Geld für eine junge Zielgruppe.

Fahren im Alltag

Ein kurzer Griff, die Fahrertür öffnet sich und gibt den Blick frei auf die prominent herausgehobene Mittelkonsole. Seat hat hierfür eine extra Bezeichnung gefunden: das „High Console Concept“. Jetzt aber Platz nehmen. Die ergonomisch geformten Sitze vermitteln einen sicheren Halt. Mein Blick schweift über den großen Innenraum und begutachtet die Qualität der verarbeiteten Materialien, alles super.

Wichtig für den Fahrer ist das Cockpit. Hier sind alle wichtigen Instrumente übersichtlich angeordnet. Sie erleichtern die Bedienung und erhöhen die Sicherheit. Der Kofferraum besitzt ein Volumen von 400 Litern mit einem zusätzlichen doppelten Gepäckraumboden unterhalb der Kofferraumabdeckung. Wenn die Rücksitzbank umgeklappt wird, verfügt der Fahrer über ein Gesamtvolumen von 1280 Liter. Ein Kofferraumvolumen für den kleinen SUV, der sich sehen lassen kann.

Von den drei Benzinmotoren habe ich mir den 3-Zylinder 1.0 EcoTSI Benzinmotor mit Start&Stop und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgesucht. Für mich sichert das Automatikgetriebe im Stadtverkehr bei ausgeschaltetem Start&Stop ein bequemes und komfortables Fahren. Den angegebenen Benzinverbrauch von 5 Litern im kombinierten Verbrauch (Werksangabe) überschritt ich um 1,3 Liter (kombiniert 6,3 Liter). Trotzdem bin ich mit dem tatsächlichen Verbrauch zufrieden, wissen wir doch alle wie die Daten der Autoindustrie ermittelt werden.

Während der Fahrt geht der Blick auch ab und zu zur Uhr. Hier stellte ich etwas Bemerkenswertes fest. Jedes Jahr streiten sich die Gelehrten, ob ein Wechsel von Winter- und Sommerzeit noch zeitgemäß ist. Der Arona scheint selbständig zu entscheiden, wann und ob so ein Wechsel notwendig sei. Insider sagten mir, dass dieses Phänomen auch beim neuen Seat Leon auftritt. Toll.

Besonderen Spaß machte das automatische Einparken. Gerade in kleine Parklücken, wo der Fahrer denkt: „Hier kommst du nicht rein“, sagt der Parklenkassistent: „und ob!“ und es klappte, immer. Die 500 Euro, die dieses System kostet, ist gut investiertes Geld.

Fazit

Der kleine SUV aus Spanien sieht nicht nur gut aus, er fährt komfortabel und bequem auf der Straße, bringt einen sicher von A nach B und parkt fast von selbst ein. Das digitale Cockpit liefert neben guten Bildern auch alle wichtigen Informationen für den Fahrer. Unnötig erscheint mir persönlich der Sprachassistent Alexa. Wer weiß schon, wo hier die Daten landen?

von RR

Wertung der Redaktion:
Design
Ausstattung
Alltagstauglichkeit
Verbrauch