Der VW Tiguan im Alltagstest

Ende April 2016 war die Markteinführung des neuen Tiguan und Mitte April durfte ich den Tiguan im Melopark in Berlin-Köpenick schon einmal testen. Ich berichtete darüber (hier nachlesen). Im September 2016 hatte ich nun die Möglichkeit, den Tiguan im Alltag auf Berliner- und Brandenburger Straßen zu testen.

Allein die Außenfarbe „Habanero Orange Metallic“ (Zusatzkosten 715 Euro) ist bereits ein Hingucker. Noch mehr Aufmerksamkeit erreicht der Tiguan durch seine optische Gestaltung. Die jungen Designer Marco Pavone (38) und Boris Grell (39) haben viel Wert gelegt auf scharfe Kanten und Charakterlinien, die Einheit von Kühlergrill und LED-Scheinwerfertechnologie, die sich ebenfalls am Heck wiederfindet. Mein Testfahrzeug hatte die höchste Ausstattung und war ebenfalls ein 4MOTION, also bestens geeignet für die Straße und auch fürs Gelände. Dafür stand auch die Adaptive Fahrwerksregelung DCC.

Bei meinen Testfahrten wurde ich sehr oft auf Parkplätzen angesprochen: „Das ist doch der neue Tiguan, tolles Auto, man sieht ihn nicht allzu oft.“ Wenn ich nach dem Preis gefragt wurde und sagte, dass dieser Tiguan mit der Highline-Ausstattung 47.810 Euro kostet, war die Begeisterung meistens wie weggeblasen. Der Grundtenor lautete dann: „Zu teuer, die Wettbewerber haben in dieser Klasse bessere Preise“.

Die Fahrqualitäten wie Handling und Fahrkomfort haben mich überzeugt, es sind die gewohnten VW-Qualitätsstandards. Bereits die Basisausstattung im neuen Tiguan bietet zahlreiche Komfort- und Sicherheitsfeatures. Bei der Highline-Ausstattung ist zusätzlich Folgendes enthalten: Rückfahrkamera inkl. Parklenkassistent „Park Assist“ und ParkPilot, Umgebungsansicht „Area View“, Navigationssystem „Discover Pro“ und vieles mehr. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, sich das Fahrzeug nach seinen eigenen Wünschen und Sicherheitsanforderungen selbst zu konfigurieren.

Mit dem eingebauten 2.0 TSI Benzinmotor mit 132 kw (180 PS) und BlueMotion Technologie sowie 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG war ich flott unterwegs. In nur 7,7 Sekunden (Herstellerangaben) geht der 1,7 Tonnen schwere Tiguan 4Motionen von Null auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h. Sein Durchschnittsverbrauch im Stadtverkehr lag bei 9,1 Liter (Normalverbrauch laut Hersteller 7,3 Liter) und das ist für mich ein guter Durchschnitt. Ich bin mir sicher, dass ein 92 kW (125 PS) Benzinmotor für Berlin ebenfalls ausreicht, geht es doch hier mehr um Fahrsicherheit als um Berg- und Talfahrten wie z.B. in der Schweiz. Die elektrische Kofferraumklappe war beim Einkaufen der ideale Partner.

Fazit: Der neue Tiguan sieht optisch sehr aufregend aus. Volkswagen hat den Wettbewerb noch nie gescheut und sieht sich mit dem Tiguan als SUV mit Offroad-Qualitäten gut aufgestellt. Meine Testfahrten haben mich vom neuen Tiguan überzeugt.

von RR