De’Longhi MultiFry Extra Chef FH 1394 im Test

Diesmal testeten wir die MultiFry Extra Chef FH 1394 von De’Longhi. Das Gerät stellt eine Kombination aus Heißluftfritteuse und Multicooker dar und kann nicht nur fettarme Pommes frites zubereiten, sondern auch Kuchen backen und Gulasch kochen. Aber gelingen diese Gerichte wirklich und schmecken sie genauso gut wie bei der herkömmlichen Zubereitung? Wir stellten die MultiFry auf die Probe.

Die Bedienung

Die Bedienung der MultiFry Extra Chef ist sehr leicht und ohne großen Aufwand oder umständliches Studieren der Bedienungsanleitung möglich. Es stehen vier vollautomatische Programme (Kartoffeln, Pizza, Kuchen, Gulasch/ Risotto) und drei halbautomatische Programme (Backofen, Pfanne, Grill) zur Verfügung.

Bei allen Gerichten läuft die Bedienung nach folgendem Schema: Zutaten einfüllen (je nach Rezept vorher das Rührelement einsetzen), Programm auswählen, nach Wunsch Leistungsstufe sowie Garzeit manuell ändern und Maschine starten. Den Rest erledigt das Gerät von selbst.

Besonderheiten

Die MultiFry Extra Chef besitzt ein besonderes Umluft-Heizsystem (Surround Heating System). Ober- und unterhalb des Behälters sind beschichtete Spiralheizelemente angebracht und verteilen die Heißluft gleichmäßig im Innenraum. Das obere Heizelement erreicht eine maximale Leistung von 1400 Watt. Das untere Heizelement kann unabhängig vom oberen betrieben werden und kommt auf 1000 Watt. Dadurch wird es möglich, dass z.B. Fleisch angebraten werden kann.

Durch den transparenten Deckel sind die Lebensmittel während des Garens gut sichtbar. Im Gegensatz zu anderen Geräten beschlägt das Fenster auch nicht. Je nach Bedarf kann der Deckel während des laufenden Betriebs geöffnet werden – ist der Lüfter an, unterbricht die MultiFry automatisch den Betreib und schaltet sich nach Schließen des Deckels selbständig wieder ein. Ein großes Plus!

Unsere Testgerichte

Pommes frites
Zuerst haben wir in der MultiFry Pommes frites zubereitet. Die Menge, die in den Behälter passt, ist enorm: 1,5 Kilogramm tiefgekühlte Pommes, das reicht für mehrere Personen. Wenn es sich um tiefgekühlte Pommes handelt, muss kein Öl zugegeben werden. Das Vorheizen (wie bei anderen Fritteusen) entfällt generell. Das letztere spart Zeit (und Strom), das andere Kalorien. Das gefiel uns auf Anhieb.

Aber schmecken die Pommes frites auch? Ja, das tun sie. Sie werden knusprig goldgelb, triefen nicht vor Fett, wie die Pommes aus der normalen Fritteuse und sind auch nicht so trocken wie aus dem Backofen. Wir haben zum Test mehrere Pommes-Varianten verschiedener Hersteller ausprobiert: Alle sind gleich gut geworden. Und auch Pommes aus frischen Kartoffeln gelingen.

Kuchen
In einem Frittier-Behälter Kuchen backen? An das Experiment haben wir uns als nächstes gewagt und uns für die Zubereitung eines Rührkuchens entschieden. Zum einen, weil ein Rührkuchen schnell „eingerührt“ ist und gut schmeckt, zum anderen, weil man ihn auch gut stürzen kann.
Dafür füllten wir den fertig eingerührten Teig in den Behälter. Nach exakt 50 Minuten war der Kuchen gar. Um ihn aus der Form zu lösen, nahmen wir den Behälter heraus und stürzten ihn auf einen großen Teller. Das klappte erstaunlich gut, es blieb nichts kleben.
Geschmacklich war der Kuchen hervorragend, auf der Unterseite besaß er ein nicht ganz so attraktives Loch (durch die Vorrichtung für das Rührelement im Behälter).

Grießbrei
Da die Extra Chef eine Risotto/Gulasch Funktion anbietet, können auch Milchrezepte zubereitet werden. Wir hatten uns für Grießbrei entschieden. Ein entsprechendes Rezept (hier geht es zum Rezept) gibt es auf der Website von De’Longhi oder bei der kostenfreien App.
Im Rezept ist eine Zubereitungszeit von 10 Minuten angegeben. Nach 10 Minuten war der Grießbrei bei uns allerdings eher Grießsuppe. Also noch mal 10 Minuten länger kochen. Das ergab leider auch nicht die gewünschte Konsistenz. Insgesamt brauchte die MultiFry 40 Minuten bis der Grießbrei fertig wurde. Heraus kam auch nur ein kleines Schälchen. Geschmeckt hat er aber.

Toastbrot/ Hähnchen
Sehr gut gelang auch Toastbrot mit Käse überbacken. Das Toast wurde knusprig und der Käse perfekt geschmolzen. Und auch Tiefkühlhähnchen haben uns überrascht: In 8 Minuten waren sie nicht nur durchgegart, sondern auch außen knusprig und innen saftig (und auch hier ohne Vorheizen).

Reinigung

Deckel, Rührelement und Schüssel konnten wir einfach einzeln entnehmen und haben sie per Hand im Spülbecken gereinigt. Dies ist wirklich sehr gut, weil somit auch Allergiker und Nichtallergiker die MultiFry benutzen können.

Die MultiFry in Aktion und unsere Kochergebnisse zeigt das nachfolgende Video:

 

 

Fazit

Die De’Longhi MultiFry Extra Chef FH 1394 hat uns positiv überrascht. Die Pommes frites wurden von allen Seiten knusprig-gold gebacken und schmeckten sehr gut, trotz der fettarmen Zubereitung. Und auch als Multicooker kann sie sich sehen lassen. Tiefgekühlte Hähnchen sind uns sogar schneller und besser als im herkömmlichen Backofen gelungen. Der Kuchen wurde geschmacklich hervorragend, auch wenn uns das Loch im Boden optisch etwas störte. Mit der Zubereitung von Milchreis und Grießbrei hatten wir aber unsere Probleme: Der Milchreis brannte an und der Grießbrei dauerte einfach zu lange.

Für wen ist so ein Multigerät geeignet? Unserer Meinung nach am besten für kleine Haushalte und junge Familien. Interessant könnte es auch für Leute sein, die ihren Urlaub auf dem Campingplatz verbringen, mit dem Wohnmobil unterwegs sind oder sich gerne ein Ferienhaus mieten. Mit 299 Euro (UVP) ist die MultiFry Extra Chef zwar kein Schnäppchen, aber sie ist platzsparend, kann gut transportiert werden und bringt auf Knopfdruck abwechslungsreiche Gerichte auf den Tisch. Für uns ist die MultiFry Extra Chef daher der Multicooker für den Multicamper.

Unsere Testergebnisse der MultiFry Extra Chef FH 1394 auf einen Blick

Vorteile:
• hochwertige Verarbeitung
• sehr leichte Bedienung
• unteres Heizelement kann getrennt vom oberen betrieben werden
• transparenter Deckel ermöglicht eine gute Beobachtung des Garvorgangs
• großes Fassungsvermögen (bis zu 8 Portionen gleichzeitig)
• sparsamer Einsatz von Fett
• kein Vorheizen notwendig
• leichte Reinigung
• sehr gute Kochergebnisse (besonders bei Pommes frites und Tiefkühlhähnchen)

Nachteile:
• Anschaffungspreis von rund 299 Euro (UVP) relativ hoch
• keine Kabeltrommel
 

von Livia Rachfahl, Melinda Rachfahl