Lars Jaeger: soziales Engagement in einem Berliner Service-Club

Im Dezember 2009 wurde Lars Jaeger (44) vom RC Berlin-Süd als neues Mitglied aufgenommen. Wenige Tage nach der 79. Internationalen Grünen Woche 2014 traf ich mich mit dem engagierten Mitglied und 1. Sekretär des RC Berlin-Süd in seinen Büroräumen der Messe Berlin.

Seit der Wiedervereinigung vor 24 Jahren sind auch bei der Messe Berlin viele ehemalige Ostdeutsche eingestellt worden und auch in Führungsfunktionen tätig. So auch Lars Jaeger, geboren in Waren (Mecklenburg Vorpommern), der im Oktober 2005 zur Messe Berlin kam und seit 2007 als Projektleiter für die Internationale Grüne Woche verantwortlich ist.

Jaeger absolvierte ein Ingenieurstudium der Fleischwirtschaft an der Agraringenieurschule in Oranienburg sowie ein Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Rostock. Unter anderem arbeitete Jaeger als Unternehmer in der Landwirtschaft, war Leitender kaufmännischer Angestellter der Messe- und Ausstellungsgesellschaft Rostock mbH und als Prokurist der Messe- und Ausstellungsgesellschaft Mühlengeez GmbH beschäftigt, die die größte Landwirtschaftsmesse Norddeutschlands, die MeLa, veranstaltet. Bevor er zur Messe Berlin kam war er in einem privaten medizintechnischen Unternehmen in München und Düsseldorf tätig.

Als Wahlberliner sucht Jaeger für sich und für seine berufliche Entwicklung immer neue Herausforderungen und so traf er Anfang 2009 Prof. Dr. Klaus Neumann, Landschaftsarchitekt und Mitglied bei Rotary seit 1996. So war es sicher nur eine Frage der Zeit, wann Prof. Neumann Jaeger nach einer Mitgliedschaft fragte, denn ohne Bürgen wird man beim größten Service-Club der Welt nicht aufgenommen. Lars Jaeger überlegte nicht lange und wartete geduldig auf seine Aufnahme bei Rotary International. War er doch bereits vorbelastet. Sein Vater Gründungsmitglied beim RC Neubrandenburg 1992 und aus der Studentenzeit in Rostock hatte er genügend persönliche Kontakte zu Rotariern.

Wie jeder Rotarier musste auch Lars Jaeger bei der Aufnahme die „Vier-Fragen-Probe“ bestehen und das ist für ihn sehr wichtig, denn besonders für ein junges und neues Mitglied ist die Dienstbereitschaft im täglichen Leben nicht nur das Ziel von Rotary, sondern auch für ein aktives Clubleben besonders wichtig. Und so betonte Jaeger im Interview, dass ihm besonders der Punkt vier: „Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?“, sehr am Herzen liegt. Des weiteren hofft er, dass mehr Rotaracter den Weg zu Rotary finden, oder dass Rotary den Weg frei macht für jüngere Führungskräfte. „Wir brauchen junge Leute, die engagiert und mit voller Leidenschaft sich dem Ziel von Rotary stellen.“

Wie sagte er zum Schluss: „Rotary muss für junge Menschen attraktiver werden und wer bereits Mitglied ist, sollte aus seiner persönlichen Erfahrung ein Amt im Club übernehmen. Nur dadurch kann ein neues Mitglied den Club und die Aufgaben von Rotary besser kennenlernen und die rotarische Heimat intensiver erleben.“

von RR